Chronische Nierenerkrankung: Epirubicin kann die Fibrose-Progression abschwächen

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Laut einer Studie der Nanjing Medical University (China) stellt die gezielte Hemmung von B56δ mittels des Moleküls Epirubicin eine vielversprechende adjuvante Therapiestrategie für die chronische Nierenerkrankung (CKD) dar.

Die CKD stellt eine bedeutende globale Gesundheitsherausforderung dar und ist durch vermehrte Fibrose und Stoffwechselstörungen gekennzeichnet, erklären die Autoren. B56δ, eine regulatorische B-Untereinheit der Proteinphosphatase 2A (PP2A), sei dafür bekannt, die Aktivität von PP2Acα bei der Regulation der De-novo-Lipidsynthese und dem Fortschreiten der Nierenfibrose zu vermitteln. Aufgrund der potenziell schwerwiegenden toxischen Nebenwirkungen, die mit einer direkten Hemmung von PP2Acα verbunden sind, stellt die Substratselektivität der regulatorischen B-Untereinheiten eine günstigere Alternative dar, heißt es weiter.

Ein Forscherteam um Erstautor Ruofan Chen berichtet in der Fachzeitschrift „Kidney Diseases“ von neuen Ergebnissen aus einem Tiermodell.

Tiermodell mit einseitiger Harnleiterobstruktion

In ihrer Forschungsarbeit identifizierten sie das Molekül Epirubicin mittels Screening-Verfahren als hochaffiner Binder an B56δ. Seine therapeutischen Effekte untersuchten die Wissenschaftler in einem Mausmodell der einseitigen Harnleiterobstruktion und in TGF-β-stimulierten NRK-52E-Zellen. Zur Bestimmung von Wirksamkeit und Sicherheit beurteilten sie Lipidablagerungen, fibrotische Marker, die Ansammlung von extrazellulärer Matrix und die Zelllebensfähigkeit.

Im Gesamtergebnis zeigte sich, dass die Verabreichung von Epirubicin an den Mäuse mit einseitiger Harnleiterobstruktion die renale Lipidakkumulation deutlich reduzierte und das Fortschreiten der Fibrose abschwächte. In mit TGF-β behandelten NRK-52E-Zellen verringerte Epirubicin die Bildung von Lipidtröpfchen und die Ablagerung von extrazellulärer Matrix signifikant, ohne dabei nennenswerte zytotoxische Effekte auszuüben, berichten die Forscher.

Mögliche neue adjuvante Therapiestrategie für CKD

„Die gezielte Hemmung von B56δ mittels Epirubicin stellt eine vielversprechende adjuvante Therapiestrategie für CKD dar, die Lipidstoffwechselstörungen und fibrotisches Fortschreiten wirksam abschwächt und gleichzeitig ein günstiges Sicherheitsprofil aufweist“, schlussfolgern die Autoren.

(ri/BIERMANN)