Chronische Nierenkrankheit und SGLT2i: Kardiorenaler Nutzen hält an11. August 2025 © 7activestudio – stock.adobe.com (Symbolbild) In der Studie EMPA-KIDNEY hatte der SGLT-2-Inhibitor (SGLT2i) Empagliflozin positive kardiorenale Wirkungen bei Patienten mit Chronischer Nierenkrankheit (CKD) und einem Risiko für ein Fortschreiten der Erkrankung über einen Studienzeitraum von 2 Jahren gezeigt. Im Nachgang der Studie (Post-trial-Periode) führte die EMPA-KIDNEY-Studiengruppe ein weiteres Follow-up durch. In der aktiven Studie wurden 6609 CKD-Patienten nach dem Zufallsprinzip entweder Empagliflozin (10 mg 1-mal täglich) oder einem entsprechenden Placebo zugeteilt und im Median 2 Jahre lang verfolgt. Alle Patienten hatten eine geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) von 20–39 ml/min/1,73 m2 oder eine eGFR von 45–89 ml/min/1,73 m2 mit einem Albumin-Kreatinin-Verhältnis im Urin von ≥200. Im Anschluss an den aktiven Studienteil wurden 4891 (74%) der überlebenden Patienten, die ihr Einverständnis gegeben hatten, 2 weitere Jahre lang beobachtet, wobei die ursprüngliche Verblindung beibehalten, aber die Studienmedikation abgesetzt wurde. Die Ärzte vor Ort konnten allerdings SGLT2i, einschließlich Empagliflozin, verschreiben. Im Ergebnis war die Verwendung von SGLT2i in den beiden Gruppen in der Post-trial-Periode ähnlich (43% in der Empagliflozin- und 40% in der Placebo-Gruppe). Der primäre zusammengesetzte Endpunkt war das Fortschreiten der CKD oder der kardiovaskuläre Tod, vom Beginn des aktiven Studienzeitraums bis zum Ende der Post-trial-Periode. Während dieses kombinierten Zeitraumes trat ein primäres Ereignis bei 865/3304 Patienten (26,2%) in der Empagliflozin-Gruppe und bei 1001/3305 Patienten (30,3%) in der Placebo-Gruppe auf (HR 0,79; 95%-KI 0,72–0,87). In der Post-trial-Periode betrug die HR für ein primäres Ereignis 0,87 (95%-KI 0,76–0,99). Ferner betrug das Risiko für ein Fortschreiten der CKD während der kombinierten Zeiträume 23,5% in der Empagliflozin-Gruppe und 27,1% in der Placebo-Gruppe, das Risiko für das zusammengesetzte Ereignis Tod oder Nierenerkrankung im Endstadium lag bei 16,9% bzw. 19,6% und das Risiko für kardiovaskulären Tod betrug 3,8% bzw. 4,9%. Empagliflozin hatte keinen Einfluss auf den Tod aus nichtkardiovaskulären Gründen (5,3% in beiden Gruppen). Fazit Empagliflozin hatte bei einem breiten Spektrum von CKD-Patienten noch bis zu 12 Monate nach Absetzen der Behandlung einen zusätzlichen kardiorenalen Nutzen. Die Studienautoren folgern, dass die Maximierung des kardiorenalen klinischen Nutzens von SGLT2i bei CKD eine Langzeitbehandlung erfordert. (ah) Autoren: EMPA-KIDNEY Collaborative Group Korrespondenz: William G Herrington; [email protected] Studie: Long-Term Effects of Empagliflozin in Patients with Chronic Kidney Disease Quelle: N Engl J Med 2025;392(8):777–787. Web: https://doi.org/10.1056/NEJMoa2409183
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