Chronische postoperative Schmerzen bei Kleinkindern5. Dezember 2025 Bild: Alla – stock.adobe.com Ein Forschungsteam aus Spanien untersuchte Prävalenz, Schmerzverläufe sowie physische und psychische Prognosefaktoren, auch, um Präventionsmaßnahmen für die bisher nur wenig untersuchte Altersgruppe gezielter entwickeln zu können. Die Prävalenz chronischer postoperativer Schmerzen (CPSP) und Prognosefaktoren bei älteren Kindern und Jugendlichen sind bekannt. Bei jüngeren Kindern jedoch sind sie kaum untersucht worden. Ein Team aus Madrid überprüfte nun die CPSP-Prävalenz, prognostische Faktoren und Schmerzverläufe bei vier- bis siebenjährigen Kindern. Dies sollte das Wissen für einen postoperativen Zeitraum von 24 Monaten verbessern. Die Studie umfasste 113 junge Probanden (mittleres Alter 5,3 Jahre; 35,4 % Mädchen) und deren Eltern, die in einem Klinikum in Spanien rekrutiert wurden. Die CPSP-Prävalenz wurde drei, sechs, zwölf und 24 Monate nach der Operation untersucht. Mithilfe logistischer Regressionsmodelle bewerteten die Forscher präoperative Prädiktoren (Geschlecht, Alter und Schmerzintensität, körperliche Gesundheit, psychische Gesundheit, Schmerzkatastrophisierung der Eltern sowie Angst vor Schmerzen). Zur Analyse der postoperativen Schmerzverläufe wurde die gruppenbasierte Trajektorienmodellierung (GBTM) verwendet. Katastrophisierung von Schmerzen durch Eltern Nach drei Monaten ergab sich eine CPSP-Prävalenz von 35 Prozent, die nach 24 Monaten auf zwölf Prozent sank. Ein höheres Alter (adjustierte [a]OR 1,83; 95 %-Konfidenzintervall[KI] 1,11–3,03) und eine stärkere Schmerzkatastrophisierung der Eltern (aOR 1,20; 95 %-KI 1,10–1,31) waren mit CPSP nach drei Monaten assoziiert. Die GBTM identifizierte drei postoperative Verläufe: geringe Schmerzen (27,4 %), schnelle Genesung (53,1 %) und langsame Genesung (19,5 %). Diese Arbeit liefert neue Daten zu dieser gefährdeten jüngeren Altersgruppe, die zum Verständnis der CPSP-Prävalenz, der physischen und psychologischen Prognosefaktoren und Schmerzverläufe beitragen und bei der Entwicklung von Präventionsmaßnahmen helfen. Zudem wurde die hohe Prävalenz von CPSP bestätigt, deren Rate von 35 Prozent nach drei Monaten auf zwölf Prozent nach 24 Monaten sinkt. Sie identifiziert sowohl modifizierbare (z. B. Katastrophisierung von Schmerzen durch die Eltern, Schmerzintensität, körperliche Gesundheit) als auch nicht modifizierbare (wie das Alter) Risikofaktoren in einer bisher wenig untersuchten Population. (bi/BIERMANN)
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