Chronische postoperative Schmerzen: Unabhängiger Risikofaktor für Demenz

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Chronische postoperative Schmerzen (CPSP) erhöhen das Risiko einer späteren Demenz signifikant. Das zeigt eine Gruppe von Wissenschaftlern aus Taiwan und China. Ihre Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung wirksamer Schmerzmanagementstrategien bei chirurgischen Patienten, vor allem zur Minderung des erhöhten Demenzrisikos und zur Verbesserung der langfristigen Ergebnisse.

Die Forscher führten unter Verwendung von taiwanesischen Versicherungsdaten eine Propensity-Score-gematchte (PSM) Studie mit 142.682 Patienten durch. Inkludierte Patienten hatten sich zwischen 2004 und 2018 einer größeren Operation unterzogen. CPSP wurde als längerer Analgetikaeinsatz nach der Operation definiert, und die Demenzdiagnose wurde bis Ende 2022 verfolgt.

Vor dem PSM wies die CPSP-Kohorte (n=37.438) ein höheres Demenzrisiko mit aHRs von 1,35 (95%-KI 1,30–1,40) auf. Nach dem Matching blieb die aHR mit 1,31 (95%-KI 1,26–1,37) erhöht, was den Autoren zufolge auf einen signifikanten Zusammenhang zwischen CPSP und Demenzrisiko hinweist. Die Subgruppenanalyse bestätigte dies über verschiedene demografische und klinische Faktoren hinweg. Eine Sensitivitätsanalyse untermauerte die Robustheit der Ergebnisse.

Fazit
„Wirksame CPSP-Managementstrategien bieten die Möglichkeit einer Risikoreduktion, was die Notwendigkeit gezielter Interventionen zur Bewältigung dieses kritischen Gesundheitsproblems unterstreicht“, folgern die Studienautoren. (ah)

Autoren: Sun M et al.
Korrespondenz: Szu-Yuan Wu; [email protected]
Studie: Chronic Postsurgical Pain Raises Risk of Dementia
Quelle: Eur J Pain 2025;29(4):e70002.
Web: https://doi.org/10.1002/ejp.70002