Co-Administration von Impfstoffen gegen COVID-19 und Influenza5. Dezember 2023 © Syda Productions – stock.adobe.com (Symbolbild) In einer israelischen Kohortenstudie hat sich gezeigt, dass die gleichzeitige Impfung mit einem COVID-19- und einem Grippevakzin nicht mit einer wesentlich schlechteren Immunantwort oder mit häufigeren unerwünschten Ereignissen verbunden war als eine alleinige COVID-19-Impfung. An der Untersuchung hatten Beschäftigte im Gesundheitswesen teilgenommen, die sich gegen COVID-19, gegen Influenza oder beides hatten impfen lassen. Bei den verwendeten Vakzinen handelte es sich um den Grippeimpfstoff Influvac Tetra (Abbott; 2022/2023) und den an die Variante Omikron BA.4/BA.5 von SARS-CoV-2 angepassten bivalenten Impfstoffe von Pfizer/BioNTech. Die Hauptendpunkte der Reaktogenitätsanalyse stellten nach Erhalt der jeweiligen Impfung auftretende Symptome dar (alle lokalen Symptome, Fieber, Schwäche oder Fatigue, systemische Symptome jeglicher Art, Endpunkt der Immunogenitätsanalyse war der Anti-Spike-Immunglobulin(Ig)G-Titer nach der Impfung. Die Reaktogenitätsanalyse umfasste 588 Personen (von 649, die den Fragebogen ausgefüllt hatten): 85 in der Gruppe mit alleiniger COVID-19-Impfung (medianes Alter 71 Jahre [Interquartilbereich (IQR) 58–74]; 56 [66%] Frauen) sowie 357 in der Gruppe mit alleiniger Grippeimpfung (medianes Alter 55 Jahre [IQR 40–65]; 282 [79%] Frauen) und 146 in der Gruppe mit paralleler Impfung (medianes Alter 61 Jahre [IQR 50–71]; 81 [55%] Frauen). Die Immunogenitätsanalyse umfasste 151 Personen: 74 Teilnehmer aus der COVID-19-Impfstoffgruppe (medianes Alter 67 Jahre [IQR 56–73]; 45 [61%] Frauen) und 77 Probanden aus der Gruppe mit Co-Administration (medianes Alter 60 Jahre [IQR 49–73]; 42 [55%] Frauen). Im Vergleich zur alleinigen COVID-19-Impfung war das Risiko für das Auftreten systemischer Symptome in der Gruppe mit Co-Administration ähnlich (OR 0,82; 95%-KI 0,43–1,56). Das geometrische Mittel der Titer in der Gruppe mit gleichzeitiger Verabreichung beider Impfstoffe war schätzungsweise 0,84-mal geringer (95%-KI 0,69–1,04) als in der Gruppe mit alleiniger COVID-19-Impfung. Fazit In dieser Kohortenstudie mit Beschäftigten des Gesundheitswesens, die einen COVID-19-Impfstoff, einen Influenza-Impfstoff oder beides erhielten, war die gleichzeitige Verabreichung nicht mit einer wesentlich schlechteren Immunantwort oder häufigeren unerwünschten Ereignissen verbunden als die alleinige Verabreichung des COVID-19-Impfstoffs, was die gleichzeitige Verabreichung dieser Impfstoffe unterstützt. (ac) Autoren: Gonen T et al. Korrespondenz: Gili Regev-Yochay; [email protected] Studie: Immunogenicity and Reactogenicity of Coadministration of COVID-19 and Influenza Vaccines Quelle: JAMA Netw Open 2023;6(9):e2332813. Web: https://doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2023.32813
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