COPD: Einfaches Heimtraining verbessert Belastbarkeit12. März 2024 © LIGHTFIELD STUDIOS – stock.adobe.com (Symbolbild) Wie aus einer neuen Untersuchung hervorgeht, können Patienten mit Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) von einem Training zu Hause (HE), das eigenständig und unter Einsatz minimaler Ressourcen durchgeführt wird, profitieren. Die Autoren der Studie beobachteten unter dieser Voraussetzung eine Verbesserung der Funktionsfähigkeit bei Alltagsaktivitäten (ADL), der Wahrnehmung des eigenen Gesundheitszustandes (ermittelt mit dem COPD Assessment Test [CAT]) durch die Probanden sowie eine Linderung der Dyspnoe. In der quasi-experimentellen Studie beurteilten die Forschenden die Auswirkungen von HE auf diese 3 Parameter sowie auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQoL) bei Patienten mit einer COPD des Stadiums II–IV laut Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD). Das HE wurde 2 Monate lang 3-mal pro Woche durchgeführt. Für die Studie rekrutierte man 45 COPD-Patienten, von denen 37 tatsächlich mit dem Studienprotokoll begannen. Von diesen wiederum führten 9 das Protokoll nicht zu Ende. 28 Personen (Durchschnittsalter 62,04 ±5,8 Jahre; 1-Sekunden-Kapazität [FEV1] 44,7 ±2,25% vom Soll; Verhältnis von FEV1 zu forcierter Vitalkapazität [FVC] 59,8 ±6,9% vom Soll) wurden vor und nach dem Training untersucht. Die Wissenschaftler beobachteten Verbesserungen beim Glittre-ADL-Test (4,9 ±1,4 vs. 3,9 ±1,1 min; mittlere Differenz −0,9 ±0,2 min; 95%-KI −1,3 bis −0,2; p=0,008) sowie beim Modified British Medical Research Council Score (2,8 ±1,1 vs. 2,07 ±0,81; mittlere Differenz 0,7±0,3; 95%-KI −1,20,18 bis -0,2; p=0,009) und beim CAT (25,6 ±4,8 vs. 18,9 ±3,1; mittlere Differenz −6,6 ±3,4; 95%-KI −10,6 bis −1,6; p=0,042). Bei der Analyse der mittleren Veränderung vor und nach der Intervention stellten die Studienautoren eine schwache Korrelation zwischen dem Glittre-ADL-Test und dem mMRC-Score fest (r=0,35; 95%-KI 0,09–0,56; p=0,009) sowie eine moderate Korrelation zwischen Glittre-ADL-Test und CAT (r=0,52; 95%-KI 0,30–0,69; p<0,001) und zwischen Glittre-ADL-Test und dem St. George’s Respiratory Questionnaire (r=0,50; 95%-KI 0,27–0,67; p<0,001). Fazit Die Autoren der Studie beobachteten eine Verbesserung der Funktionsfähigkeit bei Alltagsaktivitäten, der Wahrnehmung des eigenen Gesundheitszustandes durch die Probanden sowie eine Linderung der Dyspnoe bei Personen, die das Training zu Hause durchführten. (ac) Autoren: Joaquim Ribeiro Moço V et al. Korrespondenz: Luis Felipe da Fonseca Reis; [email protected] Studie: Minimal-Resource Home Exercise Program Improves Activities of Daily Living, Perceived Health Status, and Shortness of Breath in Individuals with COPD Stages GOLD II to IV Quelle: COPD 2023;20(1):298–306. Web: https://doi.org/10.1080/15412555.2023.2253907
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