COPD-Exazerbationen: Metabolitenspiegel im Serum lässt Rückschlüsse auf deren Auftreten zu

Foto: © angellodeco/stock.adobe.com

Eine Arbeitsgruppe aus China hat untersucht, inwieweit sich anhand von Stoffwechselprodukten im Serum bei Patienten mit Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (CODP) akute Exazerbationen (AECOPD) vorhersagen lassen.

Der in ihrer Studie erstellte Metaboliten-Score, der auf einer gewichteten Summe der Konzentrationen von 4 Stoffwechselprodukten im Serum basiert, ließ Assoziation mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von AECOPD erkennen. Die Forschenden erhoffen sich davon auch neue Erkenntnisse für das Verständnis der COPD-Entwicklung.

Die Wissenschaftler hatten festgestellt, dass die Serumspiegel für Lysin, Glutamin, 3-Hydroxybutyrat, Pyruvat und Glutamat bei Patienten mit einer AECOPD im Vergleich zu nach einer Normalisierung stabilen COPD-Patienten signifikant höher ausfielen. Als Grundlage dienten gesunde Kontrollpersonen. Die Werte für 1-Methylhistidin, Isoleucin, Cholin, Valin, Alanin, Histidin und Leucin hingegen erwiesen sich bei AECOPD-Patienten im Vergleich als signifikant niedriger. Darüber hinaus waren im Serum von AECOPD-Patienten im Vergleich zur stabilen COPD-Population 8 Stoffwechselwege signifikant verändert (p<0,05), wie die Autoren berichten: Dies betraf den Purinstoffwechsel, den Glutamin- und Glutamatstoffwechsel, die Argininbiosynthese, den Butyratstoffwechsel, Ketonkörpersynthese und -abbau sowie den Linolsäurestoffwechsel. Darüber hinaus, so berichten die Forschenden weiter, habe die Korrelationsanalyse zwischen Metaboliten und AECOPD-Patienten ergeben, dass ein M-Score basierend auf einer gewichteten Summe der Konzentrationen von 4 Metaboliten (Pyruvat, Isoleucin, 1-Methylhistidin und Glutamin) signifikant mit der akuten Verschlechterung der Lungenbelüftungsfunktion bei COPD assoziiert war.

(ac)