COPD und Rauchen verschlechtern COVID-19-Verläufe12. November 2020 © Serhii – stock.adobe.com (Symbolbild) Die Ergebnisse einer neuen Analyse deuten darauf hin, dass Atemwegsgrunderkrankungen, insbesondere die COPD, sowie Rauchen mit schlechteren Outcomes bei COVID-19-Patienten verbunden sind. Die Autorinnen der in „Respiratory Medicine“ publizierten Arbeit unterstreichen, dass ihre Erkenntnisse die Planung präventiver Interventionen unterstützen können. Sie könnten auch zu Verbesserungen bei der Bewertung und dem Management von Patientenrisikofaktoren in der klinischen Praxis beitragen, erklären sie. Die Wissenschaftlerinnen hatten systematisch die vorhandene Literatur durchsucht, um Studien zu identifizieren, in denen die Prävalenz von Atemwegserkrankungen und/oder Rauchen in Bezug auf die Schwere der Symptome bei Patienten mit bestätigter COVID-19-Erkrankung angegeben wurde (Veröffentlichung 01.01.–15.04.2020 in englischer Sprache). Insgesamt 22 Studien erfüllten die Einschlusskriterien und umfassten Daten zu 13.184 COVID-19Patienten (55% Männer). Patienten mit schweren Verläufen waren älter und zu einem größeren Prozentsatz Männer im Vergleich zu Fällen mit nicht schweren Verläufen, berichten die Studienautorinnen Diana C. Sanchez-Ramirez und Denise Mackey von der Abteilung für Atemwegstherapie an der Rady Faculty of Health Sciences der Universität Manitoba (Kanada). Die gepoolte Analyse zeigte demnach, dass die Prävalenz von Atemwegserkrankungen (OR 4,21; 95%-KI 2,9–6,0) und Rauchen (aktive Raucher: OR 1,98; 95%-KI 1,16–3,39; ehemalige Raucher: OR 3,46; 95%-KI 2,46–4,85) signifikant mit schweren COVID-19-Outcomes assoziiert war. Fazit Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass zugrunde liegende Atemwegserkrankungen, insbesondere COPD und Rauchen mit schweren COVID-19-Ergebnissen assoziiert waren. (ac) Autoren: Sanchez-Ramirez DC, Mackey D. Korrespondenz: Diana C. Sanchez-Ramirez; [email protected] Studie: Underlying respiratory diseases, specifically COPD, and smoking are associated with severe COVID-19 outcomes: A systematic review and meta-analysis Quelle: Respir Med 2020;171:106096. Web: https://doi.org/10.1016/j.rmed.2020.106096
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