COPD: Verbesserte Outcomes mit integriertem Versorgungsmodell30. Dezember 2020 © fizkes – stock.adobe.com (Symbolbild) In den Niederlanden haben Wissenschaftler ein integriertes Versorgungsmodell für COPD-Patienten entworfen, dass die Outcomes der Betroffenen verbessern soll. Dieses Modell mit dem Namen COPDnet besteht aus einem umfassenden diagnostischen Ablauf in der Sekundärversorgung, gefolgt von einem nicht pharmakologischen Interventionsprogramm aus mono- und multidisziplinären Komponenten. In einer kürzlich publizierten Studie wurde nun tatsächlich bei den in das COPDnet-Versorgungsmodell eingeschlossenen Patienten ein verbesserter Gesundheitszustand festgestellt. Insgesamt 402 Patienten wurden darin nach dem COPDnet-Modell versorgt. Zu Studienbeginn und 7–9 Monate später wurde der Gesundheitszustand mit dem Clinical COPD Questionnaire (CCQ) gemessen. Die Primäranalyse wurde für alle eingeschlossenen Patienten durchgeführt. Zusätzlich wurden nach Stratifizierung hinsichtlich der Art der jeweils durchgeführten nicht pharmakologischen Intervention Subgruppenanalysen vorgenommen. Der CCQ-Gesamtscore verbesserte sich laut den Studienautoren statistisch signifikant von 1,94±1,04 auf 1,73±0,96 (p<0,01) bei 154 Patienten mit validen Messungen im Follow-up. Subgruppenanalysen ergaben signifikante Verbesserungen nur bei Patienten, die ausschließlich eine Lungenrehabilitation absolvierten. Die Studienautoren stellten außerdem keine Veränderung des Gesundheitszustandes bei Patienten fest, die ausschließlich pharmakologisch behandelt wurden, eine Selbstbehandlung durchführten oder eine monodisziplinäre Grundversorgung erhielten, die von angeschlossenen Gesundheitsberuflern angeboten wurde. Fazit Bei COPD-Patienten, die nach dem integrierten COPDnet-Versorgungsmodell behandelt wurden, konnte im Anschluss ein verbesserter Gesundheitszustand festgestellt werden. (ac) Autoren: Koolen EH et al. Korrespondenz: Axel J. van’t Hul; [email protected] Studie: The clinical effectiveness of the COPDnet integrated care model Quelle: Respir Med 2020;172:106152. Web: https://doi.org/10.1016/j.rmed.2020.106152
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