COVID-19: Atemunterstützung außerhalb von Intensivstationen praktikable Behandlungsoption

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Während kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck (CPAP) und nasaler High-Flow-Sauerstoff (HFNO) zur Behandlung eines hypoxämischen Atemversagens infolge einer COVID-19-Pneumonie eingesetzt werden, gibt es laut einer britischen Arbeitsgruppe nur wenige Daten zu einem solchen Vorgehen bei Patientinnen und Patienten, die außerhalb von Intensivstationen eine nichtinvasive Atemunterstützung erhalten.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler führten daher eine monozentrische Beobachtungsstudie durch, in der sie die Merkmale, physiologischen Outcomes, Labortests und Behandlungsergebnisse aller 140 konsekutiven Personen mit COVID-19-Pneumonie aus dem Zeitraum April 2020 bis März 2021 auswerteten, die außerhalb einer Intensivstation in einer Respiratory Support Unit (RSU) nichtinvasiv beatmet wurden. Die RSU ist Teil einer normalen COVID-19-Beatmungsstation, verfügt aber über mehr Personal, nichtinvasives Patienten-Monitoring und Maßnahmen zur Infektionskontrolle zur sicheren Durchführung aerosolproduzierender Verfahren.

Die Betroffenen waren im Durchschnitt 71,2 ±11,1 Jahre alt, 91 (65%) von ihnen waren Männer. Die Gesamtmortalität betrug 59% und war bei denjenigen höher, die für eine maschinelle Beatmung als ungeeignet erachtet wurden (72%).

Das Durchschnittsalter der Überlebenden erwies sich als signifikant geringer als das der Verstorbenen (66,1 vs. 74,4 Jahre; p<0,001). Diejenigen Personen, die auch nach ihrem Krankenhausaufenthalt noch am Leben waren, wiesen auch einen signifikant niedrigeren medianen Clinical-Frailty-Score (CFS) auf als die Nichtüberlebenden (2 vs. 4; p<0,001). Der CFS basiert auf den Komorbiditäten der Betroffenen und deren Fähigkeit zu alltäglichen Handlungen.

Die Studienautorinnen und -autoren fanden keinen signifikanten Unterschied bezüglich der Mortalität zwischen jenen, die eine CPAP-Therapie (n=92, Mortalität: 60%) oder eine Behandlung mit HFNO erhielten (n=48, Mortalität: 56%). Die Behandlung wurde von 86% der Personen, die entweder mit CPAP oder HFNO versorgt wurden, gut vertragen.

Fazit
Die Forschenden schlussfolgern daher, dass eine Versorgung mit CPAP oder HFNO außerhalb einer Intensivstation eine praktikable Behandlungsoptionen für Personen mit einer hypoxämischen Ateminsuffizienz infolge einer COVID-19-Pneumonie sind – auch bei Patientinnen und Patienten, die für eine invasive maschinelle Beatmung nicht infrage kommen. Dies bietet laut den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, die Intensivpflegekapazität für von COVID-19 Betroffene sicherzustellen, die eine invasive maschinelle Beatmung brauchen. (ac)

Autoren: Sykes DL et al.
Korrespondenz: Dominic L. Sykes; [email protected]
Studie: Outcomes and characteristics of COVID-19 patients treated with continuous positive airway pressure/high-flow nasal oxygen outside the intensive care setting
Quelle: ERJ Open Res 2021;7(4):00318-2021.
Web: https://doi.org/10.1183/23120541.00318-2021