COVID-19: Bei Omikron ist die vorherige Exposition von Bedeutung16. August 2022 © peterschreiber.media – stock.adobe.com (Symbolbild) Die SARS-CoV-2-Variante der Pangolin-Linie B.1.1.529, Omikron genannt, verfügt über mehrere Spike-Protein-Mutationen, die zu einer gesteigerten Übertragbarkeit und dem teilweisen Entweichen gegenüber neutralisierenden Antikörpern führen. Geimpfte verfügen dennoch über einen Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf, was oft auf eine aktivierte zelluläre Immunität zurückgeführt wird. Unter der Leitung von Prof. Rosemary Boyton vom Imperial College London (Großbritannien) untersuchte ein Team von Wissenschaftlern bei 3-fach Geimpften mit verschiedenen vorherigen SARS-CoV-2-Infektionen die T- und B-Zell-Immunität gegen Omikron. Es stellte sich heraus, dass eine frühere Infektion mit der Wuhan-Hu-1-Variante, dem ursprünglichen Virus, die T-Zell-Erkennung und jede verstärkte kreuzreaktive neutralisierende Immunität bei einer Omikron-Infektion aufhob. Die in die Studie eingeschlossenen Probanden waren 3-fach mit mRNA-Impfstoffen geimpft und Beschäftigte des Gesundheitswesens. Die B- und T-Zell-Immunität der 3-fach Geimpften waren gegenüber früheren besorgniserregenden Varianten verstärkt, aber das Ausmaß der T- und B-Zell-Antworten gegen das Omikron-Spike-Protein verringert. Des Weiteren führte eine Immunprägung durch eine Infektion mit der Variante B.1.1.7, also Alpha, zu weniger dauerhaft bindenden Antikörpern gegen Omikron. Zuvor infektionsnaive Probanden, die sich während der Omikron-Welle mit SARS-CoV-2 infizierten, zeigten zwar eine verbesserte Immunität gegenüber früheren Varianten, aber eine verringerte Potenz der neutralisierenden Antikörper und T-Zell-Antworten gegen Omikron selbst. (sh) Autoren: Reynolds CJ et al. Korrespondenz: Rosemary Boyton; [email protected] Studie: Immune boosting by B.1.1.529 (Omicron) depends on previous SARS-CoV-2 exposure Quelle: Science 2022;eabq1841. Web: https://doi.org/10.1126/science.abq1841
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