COVID-19: Luftverschmutzung mit höherer Sterblichkeit assoziiert7. Oktober 2024 © saurav005- stock.adobe.com (Symbolbild) Einen Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und der COVID-19-Morbiditiät und -Mortalität haben Wissenschaftler aus Südkorea in einer Untersuchung von Informationen aus der dortigen Krankenversicherungsdatenbank und der Korea Disease Control and Prevention Agency darstellen können. In der Analyse berücksichtigten die Forschenden 322.289 erwachsene Patienten, die nach Bestätigung einer COVID-19-Erkrankung im Zeitraum 08.10.2020–31.12.2021 in Krankenhäuser eingeliefert worden waren. Die AirKOREA-Datenbank mit Informationen zu Luftschadstoffen (gesammelt an 642 Stationen in 162 Städten und Landkreisen in ganz Südkorea) gab Auskunft zu den jeweiligen PM-Werten. Man berechnete die Durchschnittswerte der monatlichen Belastung mit PM10 und PM2,5 vom Jahr vor der Krankenhauseinlieferung wegen COVID-19 bis zum Datum der COVID-19-Bestätigung und verwendete sie zur Definition der PM-Belastung von Patienten mit COVID-19. Während ihres Krankenhausaufenthaltes verstarben 4633 (1,4%) der in die Analyse aufgenommenen Patienten. Nach Anpassung an Kovariaten stellten die Wissenschaftler fest, dass ein Anstieg der PM10- und PM2,5-Exposition um 1 μg/m3 mit einem um 4% (OR 1,04; 95%-KI 1,03–1,05; p<0,001) bzw. 6% (OR 1,06; 95%-KI 1,04–1,07; p<0,001) erhöhten Risiko dafür assoziiert war, während des stationären Aufenthaltes zu versterben. Darüber hinaus war ein Anstieg von PM10 und PM2,5 um 1 µg/m3 mit einem um 5% (OR 1,05; 95%-KI 1,04–1,07; p<0,001) bzw. 8% (OR 1,08; 95%-KI 1,06–1,10; p<0,001) erhöhten Risiko dafür verbunden, auf einer Intensivstation behandelt oder maschinell beatmet werden zu müssen. Fazit Die Feinstaubbelastung (Durchmesser ≤10 μm [PM10] und ≤2,5 μm [PM2,5]) bei COVID-19-Patienten ist mit einer erhöhten Krankenhaussterblichkeit sowie einer erhöhten Notwendigkeit dafür assoziiert, auf einer Intensivstation behandelt und maschinell beatmet zu werden. (ac) Autoren: Oh TK et al. Korrespondenz: In-Ae Song; [email protected] Studie: Long-Term Particulate Matter Exposure and Mortality in Hospitalized Patients with COVID-19 in South Korea Quelle: Ann Am Thorac Soc 2024;21(5):759–766. Web: https://doi.org/10.1513/AnnalsATS.202307-607OC
Mehr erfahren zu: "Badeunfall: Kein Sprung in flaches Wasser" Badeunfall: Kein Sprung in flaches Wasser Die DGOU macht zur Badesaison auf das Risiko von Querschnittlähmungen nach Kopfsprüngen aufmerksam. Vor dem Sprung solle die Wassertiefe geprüft und auf Kopfsprünge in trübes Wasser grundsätzlich verzichtet werden, ebenso […]
Mehr erfahren zu: "Schleswig-Holstein: Uniklinikum behandelte bereits 1200 Menschen mit E-Scooter-Unfällen" Schleswig-Holstein: Uniklinikum behandelte bereits 1200 Menschen mit E-Scooter-Unfällen Jeder sechste Unfall mit E-Scootern steht unter Alkoholverdacht – und junge Männer sind besonders häufig betroffen. Was steckt hinter dem Anstieg der Notfälle in Kiel und Lübeck?
Mehr erfahren zu: "„Gute“ Immunzellen helfen bei der Regeneration von Rückenmarksverletzungen" „Gute“ Immunzellen helfen bei der Regeneration von Rückenmarksverletzungen Ein Forschungsteam hat den Mechanismus entschlüsselt, wie bei Zebrafischen Schäden am Rückenmark vollständig heilen. Bestimmte Immunzellen regulieren die Entzündung herunter, damit die Nervenregeneration ermöglicht wird.