COVID-19: Review zu kutanen Manifestationen

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Zahlreiche Berichte dokumentieren das Auftreten verschiedener Hautmanifestationen bei Patienten mit COVID-19. Eine Literaturrecherche in PubMed, Scopus und Web of Science zeigte eine große Heterogenität bei COVID-19-assoziierten Hautmanifestationen.

Diese narrative Übersicht fasst die verfügbaren Daten zu den klinischen und histologischen Merkmalen von Hautmanifestationen, die mit COVID-19 assoziiert sind, zusammen. Die pathogenen Mechanismen sind unbekannt, obwohl die Rolle einer hyperaktiven Immunantwort, der Komplementaktivierung und der mikrovaskulären Verletzung hypothetisiert wurde.

Auf Grundlage klinischer Erfahrungen und der vorhandenen Literaturdaten wurden die berichteten kutanen Läsionen in 6 klinische Hauptmuster unterteilt: (I) urtikarischer Hautausschlag; (II) konfluierender erythematös-makulopapulös-morbilliformer Hautausschlag; (III) papulovesikuläres Exanthem; (IV) chilblain-ähnliches akrales Muster; (V) liveo reticularis-livedo racemosa-ähnliches Muster; und (VI) purpuröses ‚vaskulitisches‘ Muster. Diese 6 Muster lassen sich in 2 Hauptgruppen zusammenfassen: Die 1. – entzündliche und exanthematöse – umfasst die ersten 3 oben aufgeführten Gruppen, die 2. umfasst die vaskulopathischen und vaskulitischen Läsionen der letzten 3 Gruppen.

Das mögliche Vorhandensein kutaner Befunde, die zum Verdacht auf COVID-19 führen, bringt Dermatologen in eine relevante Position. Weitere Studien sind erforderlich, um den diagnostischen und prognostischen Nutzwert ­solcher Hautmanifestationen abzugrenzen. (am)