COVID-19: SpiFa unterstützt nun Kontaktpersonennachverfolgung2. November 2020 Grafik: © petovarga/Adobe Stock In der vergangenen Woche war der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) als Unterstützer des Positionspapiers der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zum weiteren Management der COVID-19-Pandemie aufgetreten. Darin wurde unter anderem „eine Abkehr von der Eindämmung alleine durch Kontaktpersonennachverfolgung” gefordert. Wieder auf Lockdowns zu setzen, um die Infektionszahlen zu senken, könne die reflexartige Konsequenz auf die steigenden Infektionszahlen sein, hatte es in dem Positionspapier weiter geheißen. Man habe aber in den Monaten der Pandemie deutlich dazugelernt, und der Rückgang der Fallzahlen sei politisch zwar eine dringende Aufgabe – aber nicht um jeden Preis. Inzwischen seien „unterschiedliche Anfragen“ an den SpiFa gerichtet worden, heißt es nun in einer aktuellen eigenen Mitteilung des Verbandes, aufgrund derer die Organisation, die 29 Mitgliedsverbände vertritt, nun Folgendes erklärt: „Die Entwicklung der Infektionszahlen hat nicht nur in Europa, sondern auch in den letzten Tagen in ganz Deutschland so zugenommen, dass der SpiFa e.V. die jetzt verordneten Maßnahmen des befristeten Lockdowns unterstützt.“ Dazu gehöre auch der Versuch, die Kontaktpersonen nachzuverfolgen. Der SpiFa fordert deshalb, die zuständigen Gesundheitsämter finanziell und personell nachhaltig zu unterstützen. Der Verband befürwortet ausdrücklich die Forderung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung bei den Maßnahmen insgesamt, den Schutz der Bevölkerungsgruppen in den Mittelpunkt zu stellen, für die ein hohes Risiko schwerer Krankheitsverläufe besteht. Der SpiFa sei sich aber bewusst, heißt es weiter, dass langfristig bei fortgesetzter Pandemie, auch in das nächste Jahr 2021 hinein, allein ein grob gestrickter Lockdown nicht das Mittel der Wahl ist. Er fordert deshalb einen Runden Tisch von Wissenschaft, ärztlichen Verbänden und Gesundheitspolitik, der differenziertere Konzepte bei Fortbestehen der Corona-Pandemie erarbeitet. Dies müsse umgehend in Angriff genommen werden, weil zu befürchten sei, dass der derzeitige partielle Lockdown bei weiter steigenden Infektionszahlen nicht ausreichen werde. „Unsere Aufforderung geht hier an die Kassenärztliche Bundesvereinigung, sich in diesen Prozess unter Einbindung aller Berufsverbände und deren Spitzenverbände einzubringen, um der Politik sodann Vorschläge für eine Langfriststrategie zu unterbreiten“, erklärte der SpiFa heute.
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