COVID-19-Vakzine: Real-World-Daten belegen relativ seltenes Auftreten von unerwünschten Ereignissen11. März 2022 © Zoran Zeremski – stock.adobe.com (Symbolbild) Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse nach COVID-19-Impfungen sind offenbar selten – das berichtet eine Arbeitsgruppe von der Universität San Francisco (USA) auf Grundlage von Informationen, die Geimpfte selbst mitteilten. Die Forschenden hatten in der COVID-19 Citizen Science Study, einer Online-Kohortenstudie, Real-World-Daten von Personen im Alter von ≥18 Jahren gesammelt, die ein Smartphone oder einen Internetzugang besaßen und somit an der Befragung teilnehmen konnten. Die Probandinnen und Probanden beantworteten täglich, wöchentlich und monatlich Fragen zu Ereignissen ihre Gesundheit betreffend. Die nun kürzlich vorgelegte Auswertung umfasst die Angaben von Personen, die zwischen dem 26.03.2020 und dem 19.05.2021 ihre Einwilligung erteilt und mindestens 1 COVID-19-Impfstoffdosis erhalten hatten. Ausgewertet wurden von den Teilnehmenden angegebene unerwünschte Ereignisse nach einer COVID-19-Impfung und deren Schweregrad. Kandidatenfaktoren in multivariablen logistischen Regressionsmodellen bildeten Alter, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit bzw. Abstammung, subjektiver sozialer Status, vorangegangene COVID-19-Infektion, Erkrankungen, Substanzkonsum, die verabreichte Impfstoffdosis und der Impfstoff selbst (BNT162b2 [BioNTech/Pfizer]; mRNA-1273 [Moderna]; JNJ-78436735 [Johnson & Johnson]). Die 19.586 Teilnehmenden waren im Median 54 Jahre alt (Interquartilbereich [IQR] 38–66), und 13.420 (68,8%) waren Frauen. Allergische Reaktionen oder Anaphylaxie wurden bei 26 von 8680 Personen (0,3%) nach 1 Dosis des Impfstoffes BNT162b2 oder mRNA-1273 berichtet sowie bei 27 von 11.141 (0,2%) nach 2 Dosen der Vakzine BNT162b2 oder mRNA-1273 oder nach 1 Dosis JNJ-78436735. Die stärksten Faktoren im Zusammenhang mit unerwünschten Ereignissen waren laut den Forschenden die Impfstoffdosis (2 Dosen BNT162b2 oder mRNA-1273 oder 1 Dosis JNJ-78436735 vs. 1 Dosis BNT162b2 oder mRNA-1273; OR 3,10; 95%-KI 2,89–3,34; p<0,001), Impfstoffmarke (mRNA-1273 vs. BNT162b2: OR 2,00; 95%-KI 1,86–2,15; p<0,001; JNJ-78436735 vs. BNT162b2: OR 0,64; 95%-KI 0,52–0,79; p<0,001), Alter (pro 10 Jahre: OR 0,74; 95%-KI 0,72–0,76; p<0,001), weibliches Geschlecht (OR 1,65; 95%-KI 1,53–1,78; p<0,001) und eine COVID-19-Erkrankung vor der Impfung (OR 2,17; 95%-KI 1,77–2,66; p<0,001). Fazit Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse nach COVID-19-Impfungen sind offenbar selten – das berichtet eine Arbeitsgruppe von der Universität San Francisco (USA) auf Grundlage von Informationen, die Geimpfte selbst mitteilten. (ac) Autoren: Beatty AL et al. Korrespondenz: Alexis L. Beatty; [email protected] Studie: Analysis of COVID-19 Vaccine Type and Adverse Effects Following Vaccination Quelle: JAMA Netw Open 2021;4(12):e2140364. Web: https://doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2021.40364
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