Daniela Panáková übernimmt Stiftungs-Professur für kardiale Genetik29. Oktober 2024 Daniela Panáková möchte die molekularen und zellulären Mechanismen entschlüsseln, die zu angeborenen Herzfehlern beitragen. (Foto: ©JürgenHaacks/Uni Kiel) Prof. Daniela Panáková hat die DZHK-Professur für kardiale Genetik angeborener struktureller Herzerkrankungen am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, sowie an der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel übernommen. Die Professur werde durch eine zweckgebundene Spende des Vereins „Kinderherzen wollen leben“ e.V. an das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) ermöglicht, erklärt das DZHK in einer Mitteilung. Angeborene Herzfehler sind noch wenig erforscht, ebenso wie die langfristige gesundheitliche Entwicklung der Betroffenen. Aufgrund der verbesserten Therapiemöglichkeiten erreichen immer mehr Patienten das Erwachsenenalter, wodurch die Notwendigkeit neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse steigt. Panáková und ihr Team an der Universität Kiel erforschen die molekularen Mechanismen hinter angeborenen Herzfehlern. Ihr Ziel ist es, die genetischen Varianten zu verstehen, die die Herzstruktur verändern. Dieses Verständnis ist entscheidend, um den Krankheitsverlauf besser einzuschätzen und maßgeschneiderte Therapien zu entwickeln. Ergebnisse aus der Grundlagenforschung klinisch anwenden „Wir nutzen das Zebrafisch-Modell, um menschliche Erkrankungen, insbesondere angeborene Herzfehler, zu erforschen“, erklärt die Biologin. Mit diesem Modell hat sie bereits umfassende Erfahrungen im Max-Delbrück-Center am DZHK-Standort Berlin gesammelt, wo sie vor ihrem Ruf nach Kiel forschte. Dort lag ihr Schwerpunkt auf den molekularen Prozessen, die in der frühen Herzentwicklung stattfinden. „Das Wissen, das wir über die Jahre aus dieser Grundlagenforschung gewonnen haben, kann ich nun nutzen, um es auf angeborene Herzfehler anzuwenden“, so Panáková. Die Klinik für angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein am Campus Kiel kooperiert eng mit dem Nationalen Register für angeborene Herzfehler e.V., das klinische Daten von mehr als 60.000 und Bioproben von über 10.000 Patientinnen und Patienten mit einem angeborenen Herzfehler betreut. Das Register ermöglicht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit den Zugang zu Daten und Bioproben von Patientinnen und Patienten, um angeborene Herzfehler zu erforschen. Panákovás Team kann nun Gewebeproben von Patienten mit angeborenen Herzfehlern sequenzieren, um genetische Varianten zu identifizieren und im Zebrafischmodell weiter zu untersuchen. Die Zusammenarbeit mit Kollegen aus der Klinik ermöglicht ihr außerdem einen tieferen Einblick, wie sich die Erkrankung auf andere Organe und das Leben der Patientinnen und Patienten auswirkt. Panáková sagt: „Wir können das Herz nicht vollständig heilen, aber ich hoffe, mit meinen Kollegen gezielte Therapien zu entwickeln, die das Leben der Betroffenen entscheidend verbessern werden.“
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