Datenbank aus Braunschweig ist lebenswichtig für die weltweite Bakterien-Forschung

Lorenz Reimer, Leiter des Datenbanken-Entwicklungsteams. (Foto: © DSMZ)

Die Datenbank BacDive des Leibniz-Institutes DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist von der weltweit anerkannten Global Biodata Coalition als Global Core Biodata Resource ausgewählt worden.

Damit gehört BacDive zu den global wichtigsten Datenbanken für die Bakterienforschung. Auf Basis eines strengen Auswahlverfahren zeichnete die Global Biodata Coalition erstmalig Datenbanken aus, die als essenziell für die weltweite Forschung in den Gebieten der Lebenswissenschaften und Biomedizin erachtet werden.

„Unsere Datenbank BacDive wird seit zehn Jahren an unserem Leibniz-Institut entwickelt und stellt die weltweit größte Wissensdatenbank für Bakterien dar“ , erläutert Dr. Lorenz Reimer, Leiter des Datenbanken-Entwicklungsteams. „Aktuell können Informationen von mehr als 92.000 Bakterienstämmen bei BacDive abgerufen werden. Besonders erfreulich ist, dass neben BacDive eine zweite deutsche Datenbank, BRENDA, ebenfalls als Global Core Biodata Resource ausgezeichnet wurde. BRENDA, die größte Datenbank für Enzyme, wird ab dem kommenden Jahr Bestandteil der neuen DSMZ Digital Diversity-Plattform sein, die wir an unserem Institut entwickeln“, ergänzt Reimer.

Die Global Biodata Coalition (GBC) ist eine Initiative von Forschungsförderern. Das Ziel der GBC ist unter anderem, sicherzustellen, dass biologische Daten allen Forschenden weltweit frei zur Verfügung stehen. In diesem Jahr hat die GBC erstmalig eine Liste mit weltweit 37 Datenbanken veröffentlicht, die den strengen Auswahlkriterien entsprechen und als Global Core Biodata Resource ausgezeichnet wurden.