Demenzpatienten zeichnen Bäume anders5. März 2019 Thomas Ostermann und Sybille Robens (Foto: Universität Witten/Herdecke) Für den Nachweis, dass sich digitale Baumzeichnungen von Gesunden signifikant in ihrer Farbstruktur und Komplexität von denen an Demenz erkrankter Personen unterscheiden, sind Wissenschaftler des Departments für Psychologie und Psychotherapie der Universität Witten/Herdecke mit dem “Best Paper Award” der HealthInf 2019 ausgezeichnet worden. Die HealthInf ist Teil der jährlich ausgerichteten International Joint Conference on Biomedical Engineering Systems and Technologies – BIOSTEC und führt jährlich internationale Forscher aus den Bereichen der Signalverarbeitung, Gesundheitsinformatik und BigData zusammen. “Wir freuen uns riesig über diesen Preis für dieses interdisziplinär von Methodikern, Klinikern und Kunsttherapeuten durchgeführte Projekt”, betonte Thomas Ostermann, Lehrstuhlinhaber für Forschungsmethodik und Statistik in der Psychologie und Leiter des Departments. “Dadurch wird deutlich, dass Digitalisierung auch im Bereich der künstlerischen Therapien spannende Potentiale und Perspektiven eröffnen kann”, freute sich auch Prof. Ulrich Elbing, Projektinitiator und Direktor des Instituts für Forschung und Entwicklung in den Künstlerischen Therapien an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU). Derzeit wird die Zeichen-App in einem Pilotprojekt der Memory-Klinik in Tübingen bei der Frühdiagnose von Demenz eingesetzt. Prof. Christoph Laske meinte dazu: „Wir sehen, dass wir mit dieser App ein niederschwelliges Screening-Instrument entwickelt haben, das von unseren Patienten gerne angenommen wird“. Und Sibylle Robens, die als Promovendin dieses Projekt maßgeblich weiterentwickelt, ist sich sicher: „Wir können dieses Instrument noch weiter optimieren. Aktuell werden die Daten aus der Zeichen-App u.a. im Hinblick auf die gewählten Farben und die Zeichengeschwindigkeit hin untersucht.“
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