Depression: Hohe Prävalenz in den Wechseljahren

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Depressionen sind bei Frauen in der Peri- und Postmenopause weit verbreitet – und das weltweit. Das zeigt ein systematischer Review mit anschließender Metaanalyse.

„Über einen Zusammenhang zwischen den Wechseljahren und Depressionen wurde vielfach berichtet“, schreiben die Autoren um Dr. Yu Jia von der Chengdu University of Traditional Chinese Medicine in Sichuan, China. „Unser Ziel war, die weltweite Prävalenz von Depressionen bei Frauen in der Peri- und Postmenopause zu ermitteln.“

Die Literaturrecherche der chinesischen Forschenden ergab 55 Studien mit insgesamt 76.817 Teilnehmerinnen, die in die Analyse eingeschlossen werden konnten. Die gepoolte Prävalenz von Depressionen betrug 35,6% (95%-KI 32,0–39,2), wobei perimenopausale Frauen mit 33,9% (95%-KI 27,8–40,0) und postmenopausale Frauen mit 34,9% (95%-KI 30,7–39,1) betroffen waren.

Subgruppenanalysen zeigten, dass die Region, das verwendete Screeninginstrument, das Studiendesign und das Setting Einfluss auf die Depressionsprävalenz hatten. Kleinere Stichprobengrößen und eine schlechtere Studienqualität waren signifikant mit einer höheren Prävalenz assoziiert.

Jia und ihre Kollegen berichten einschränkend, dass zwischen den eingeschlossenen Studien ein hohes Maß an Heterogenität bestanden habe. Darüber hinaus sei der Publikationsbias erheblich gewesen und zu vielen Risikofaktoren für Depressionen in der Peri- und Postmenopause hätten nur unzureichend Informationen vorgelegen.

Fazit
Dennoch kommen sie zu dem Schluss, dass Depressionen bei Frauen in der Peri- und Postmenopause häufig sind, weshalb diese regelmäßig auf Depressionen gescreent und bei Bedarf angemessen behandelt werden sollten. (nec)

Autoren: Jia Y et al.
Korrespondenz: Xuehua Cao; [email protected]
Studie: Global prevalence of depression in menopausal women: A systematic review and meta-analysis
Quelle: J Affect Disord 2024 Aug 1:358:474-482.
Web: https://doi.org/10.1016/j.jad.2024.05.051