Deutsche Krebshilfe und BzGA: Tabakentwöhnung in Corona-Zeiten besonders wichtig

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Da der Konsum von Tabakprodukten insbesondere die Lungen und Bronchien schädigt, unterstreichen Gesundheitsexperten gerade jetzt im Zuge der COVID-19-Pandemie die Bedeutung eines generellen Rauchstopps.

Da Tabakkonsum die Atemwege und Lunge erheblich belastet, rät die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf ihrer Website zum Thema Corona, das Rauchen zu unterlassen. Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) listet Rauchende mittlerweile als Personengruppen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus haben.

„Umso wichtiger ist es jetzt, in einer Ausnahmesituation wie dieser, auch einen Rauchstopp zu thematisieren. Im Kontext der Corona-Pandemie gewinnen die seit Jahren bestehenden Empfehlungen zur Tabakentwöhnung eine noch größere Bedeutung“, erläutert Prof. Robert Loddenkemper, Pneumologe und Mitglied im Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR). „Eine gesunde Lunge ist besser gegen Infekte der Atemwege gewappnet. Hören Sie auf mit dem Rauchen und tun Sie aktiv etwas für Ihre Gesundheit und Ihre Lungen.“

Untersuchungen zeigen, dass ein Rauchstopp bereits sehr schnell positive gesundheitliche Effekte hat: Bereits nach 20 Minuten sinken Puls und Blutdruck auf normale Werte, nach zwölf Stunden werden die Organe wieder stärker mit Sauerstoff versorgt und die körperliche Leistungsfähigkeit steigt. Und, ganz wichtig: Die Lungenfunktion verbessert sich bereits zwei Wochen bis drei Monate nach einem Rauchstopp.

Langfristig sinkt nach einer Tabakentwöhnung auch die Gefahr von Lungenkrebs und weiteren Erkrankungen. „Rauchen ist der Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs. Mehr als 55.000 Menschen erkranken jährlich an einem Tumor der Lunge“, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Bei Männern sind neun von zehn, bei Frauen mindestens sechs von zehn Lungenkrebserkrankungen auf aktives Rauchen zurückzuführen.“ Aber auch akute Erkrankungen der Atemwege und Lunge, wie beispielsweise Asthma und Lungenentzündungen, gehören zu den Schäden, die durch Rauchen oder Passivrauchen ausgelöst werden.