Deutsche Maculastiftung gegründet: Großzügige Spende ermöglicht Forschungsförderung7. März 2019 Prof. Gisbert Richard, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Maculastiftung. Foto: Biermann Medizin/Archiv Die Deutsche Maculastiftung wurde jetzt unter Mitwirkung führender deutschsprachiger Wissenschaftler in Hamburg gegründet. Gemeinsam haben sie sich den Kampf gegen die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) und andere Makulaerkrankungen zur Aufgabe gemacht. „Diese Erkrankung steht unverändert als Erblindungsursache in den Industrieländern an erster Stelle“, betont der Vorsitzende des wissenschaftlichen Präsidiums, Prof. Oliver Zeitz*. Obwohl es erhebliche Fortschritte in der Behandlung der feuchten Form der Makuladegeneration gebe – bedingt durch ein besseres Verständnis der Erkrankungsursachen und deren klinischen Manifestationen sowie durch den Einsatz von Medikamenten – stiegen die Erkrankungszahlen weiter an. „Mit sehr unterschiedlichen Ansatzpunkten wird derzeit die Wirksamkeit neuer Medikamente erforscht, die hoffentlich in Zukunft auch bei der häufigen trockenen Form der AMD eine Behandlungsmöglichkeit erwarten lässt“, erklärt die Stiftung. Dies werde sicherlich noch einmal zu einer erheblichen Ausweitung der Therapieoptionen führen – auch im Zusammenhang mit einer differenzierten Gendiagnostik und der Weiterentwicklung bildgebender Verfahren. Wie der Vorstandsvorsitzende Prof. Gisbert Richard mitteilt, sollen die besten Forscher auf dem Gebiet der AMD in ihrer Arbeit von der Stiftung projektbezogen unterstützt werden. Eine großzügige Spende sei die Basis der Maculastiftung, die zudem folgende Aufgaben haben werde: Aufklärung der Bevölkerung über die Bedeutung der Makulaerkrankungen Beratung staatlicher Stellen im Bereich der Gesundheitspolitik Vertretung der Interessen von Makula-Patienten und Forschern in der Öffentlichkeit und Gesundheitspolitik. Des Weiteren kann die Stiftung Wissenschaftspreise verleihen, die sich auf den Stiftungszweck beziehen sowie wissenschaftliche Einrichtungen und Arbeiten auf dem gesamten Gebiet der Makulaerkrankungen fördern. Ebenso ist die Unterstützung ärztlicher Fortbildungen in den Bereichen der Diagnostik und der Therapie geplant. Nähere Informationen unter www.deutschemaculastiftung.de *Weitere Mitglieder des wissenschaftlichen Präsidiums der Stiftung sind Prof. Karl Ulrich Bartz-Schmidt (Tübingen), Prof. Frank G. Holz (Bonn), Prof. Antonia Joussen (Berlin), Prof. Daniel Pauleikhoff (Münster), Prof. Siegfried Priglinger (München), Prof. Martin Spitzer (Hamburg) und Prof. Sebastian Wolf (Bern). Quelle: Deutsche Maculastiftung
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