Deutsche Umwelthilfe fordert Verbot von Einweg-E-Zigaretten auch in Deutschland30. Mai 2025 In Deutschland verursacht die Verwendung von Einweg-E-Zigaretten jährlich mehr als 2000 Tonnen Elektroschrot, sagt die Deutsche Umwelthilfe. (Foto: © Bennphoto/stock.adobe.com) Seit dem 1. Juni sind in Großbritannien Einweg-E-Zigaretten verboten. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert von der neuen Bundesregierung auch in Deutschland ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten und verweist auch auf Eingaben der Bundesländer bereits im vergangenen Jahr. Laut der DHU führten Einweg-Vapes nicht nur zu „Unmengen an unnötigem Elektroschrott“, sondern können bei falscher Entsorgung Brände verursachen und Schadstoffe freisetzen. In Deutschland würden jährlich 60 Millionen Einweg-E-Zigaretten verbraucht, die letzten Ende zu mehr als 2000 Tonnen Elektroschrott würden, erklärt Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH. „Fast täglich verursachen falsch entsorgte Elektro-Vapes Brände in Abfalltonnen oder Sortieranlagen.“ Zudem sprächen die bunten Produkte mit Aromen wie Kaugummi, Karamell oder Heidelbeere gezielt Jugendliche als Zielgruppe an und gefährdeten deren Gesundheit. Insgesamt müsse man daher Einweg-E-Zigaretten sowohl für die Umwelt als auch für die Gesundheit als erhebliche Gefahr betrachten. Forderung: Votum des Bundesrates umsetzen Metz fordert: „Die neue Bundesregierung muss dem britischen Beispiel folgen und Einweg-E-Zigaretten verbieten. Am einfachsten wäre eine Verbotsregelung aus Gründen des Gesundheitsschutzes, so wie es im letzten Jahr Frankreich und Belgien bereits getan haben. Eine Verbotsregelung zum Schutz der Gesundheit wurde von der EU-Kommission bereits als EU-rechtskonform eingestuft und bietet daher ein hohes Maß an Rechtssicherheit.“ Verantwortlich für ein Einweg-Vape-Verbot wäre somit Gesundheitsministerin Nina Warken, erklärt Metz. Die DHU-Funktionärin weist darauf hin, dass die Bundesländer im Bundesrat schon im vergangenen Jahr ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten gefordert haben, und unterstreicht: „Ministerin Warken sollte das Votum des Bundesrates ernst nehmen und umsetzen.“Die Forderung der DUH nach einem Verbot von Einweg-E-Zigaretten wird laut eigenen Angaben von einem breiten Bündnis von insgesamt 16 Organisationen unterstützt – darunter die Bundesärztekammer, die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft, der Verband kommunaler Unternehmen sowie der Bundesverband nachhaltige Wirtschaft.
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