DFG-Forschungsprojekt zu Morbus Parkinson gestartet6. Dezember 2018 Foto: © Sven Hoppe – Fotolia.com Mit DACaION ist das erste von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsprojekt an der Hochschule Hamm-Lippstadt gestartet. Das über drei Jahre mit 276.000 Euro geförderte Forschungsvorhaben untersucht die Parkinson-Krankheit und mögliche Therapieansätze. Das fortschreitende Absterben Dopamin-synthetisierender Nervenzellen ist maßgeblich am Entstehen der Parkinson-Krankheit beteiligt. Die altersabhängige neuropsychiatrische Erkrankung des Menschen führt zu einem zunehmenden Verlust der motorischen und kognitiven Funktionen des Gehirns und letztendlich zum Tod. Therapien, die die Krankheit aufhalten oder gar heilen, gibt es bislang nicht. In dem Forschungsprojekt DACaION untersuchen die Wissenschaftler um Prof. Nilima Prakash, Lehrgebiet “Angewandte Genetik und Stammzellbiologie” an der Hochschule Hamm-Lippstadt, die gezielte Erzeugung dopaminerger Nervenzellen in Zellkultur. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse dienen der Etablierung standardisierter Zellkulturverfahren für die regenerative Zellersatztherapie und Modellierung krankheitsrelevanter Aspekte bei Morbus Parkinson. Projektpartner ist Dr. Ralf Kühn vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, Berlin. Gleichzeitig untersuchen die Forscher, ob die im Labor erzeugten Nervenzellen von idiopathischen Parkinson-Patienten bereits Abweichungen aufweisen, die mittels kleiner therapeutischer Moleküle korrigiert werden können und zu einem besseren Überleben dieser Zellen führen. Die Parkinson iPS-Zellen an denen Prakash forscht, stammen aus der Parkinson’s Progression Markers Initiative (PPMI) der The Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Research (MJFF)/USA, einer weltweiten klinischen Studie zur Detektion neuer Früherkennungs-(Biomarker) und Progressionsmarker für diese Krankheit. “Daraus erhoffen wir uns neue Erkenntnisse, die möglicherweise zu einer früheren und besseren Diagnose und zu neuen therapeutischen Ansätzen für den idiopathischen Morbus Parkinson – der häufigsten Form dieser Erkrankung – führen können”, sagte Prakash.
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