DGN gründet Stiftung für die Unabhängkeit der Neurologie16. Februar 2018 Der Präsident der DGN, Prof. Gereon Fink (Foto: Uniklinik Köln, FotoMedizinKöln) Mit der Gründung der „Stiftung Deutsche Gesellschaft für Neurologie“, ausgestattet mit einem Startkapital von einer Million Euro, hat die DGN einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer unabhängigen Neurologie getan. „Mit der Stiftung verfolgt die DGN eine klare Vision“, sagte DGN-Präsident Prof. Gereon R. Fink. „Wir forcieren die Unabhängigkeit der Neurologie als Schlüsselmedizin des 21. Jahrhunderts. Damit stärken wir unsere Positionen als Wissenschaftler und Ärzte, die zum Wohl der Patienten mit neurologischen Erkrankungen arbeiten“, erklärte Fink weiter. Die DGN hat nun eine Einrichtung geschaffen, an die erstmals gezielt gestiftet und gespendet werden kann. Mitglieder der DGN, die bis 30. April 2018 eine Zustiftung von mindestens 1000 Euro tätigen, werden in den Annalen der Stiftung als Gründungszustifter aufgeführt. Erste Zustiftungen sind bereits eingegangen. Alle Zuwendungen kommen dem Fortschritt in Diagnose und Therapie von neurologischen Erkrankungen zugute. Mit der neuen „Stiftung Deutsche Gesellschaft für Neurologie“ untermauert die Fachgesellschaft ihre Satzungsziele, die zu einer Unabhängigkeit der Neurologie verpflichten, etwa gegenüber politischer Einflussnahme, Budget- und Honorarzwängen sowie offener und verdeckter Einflussnahme von Industrieunternehmen und Patientenverbänden. So sind zum Beispiel Spenden oder Zustiftungen von Unternehmen, die im Bereich der Neurologie ihr Geld verdienen, nicht zugelassen. Mitglieder stimmen mit überwältigender Mehrheit für die Stiftung Die Gründung der Stiftung war bei der Mitgliederversammlung in Leipzig im vergangenen Herbst auf große Zustimmung gestoßen. Nun ist die Stiftung geschäftsfähig und zum Start mit einem Stiftungskapital von einer Million Euro aus DGN-Mitteln ausgestattet, das in den nächsten Jahren aus DGN-Mitteln, mit Spenden und Zustiftungen vervielfacht werden soll. Schon mit dem Gründungskapital zählt die Stiftung der DGN heute zu den 30 Prozent der einlagenstärksten Stiftungen Deutschlands. Die „Stiftung Deutsche Gesellschaft für Neurologie“ wird durch den bewährten Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. treuhänderisch verwaltet und ist rechtlich eigenständig. Überschüsse der DGN fließen in die Stiftung „Wir möchten mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln vielfältige Projekte fördern, aber zunächst müssen wir Bewegung in die Stiftung bringen“, so der DGN-Präsident. Damit die Stiftung schnell und nachhaltig ihren Zielen gerecht werden kann, muss zunächst Stiftungskapital aufgebaut werden, das Erträge abwirft. „Die DGN wird ihren Beitrag leisten, indem Überschüsse – erwirtschaftet etwa durch den Kongress – konsequent in den Kapitalstock eingebracht werden“, erklärte Fink. Doch das wird nicht reichen. „Um Projekte substanziell und strukturell nachhaltig finanzieren zu können, braucht die DGN weitere Förderer“, wirbt Fink um Unterstützung in den eigenen Reihen und darüber hinaus.
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