DGP 2024: Lyrischer Beitrag zum Rauchen überzeugte beim Science Slam28. März 2024 Haben ihre Forschungsarbeiten unterhaltsam beim Science Slam auf dem DGP-Kongresses in Mannheim präsentiert (v. l.): Kevin Merchant, Tobias Böselt, Andrea Huhn und Erstplatzierter Christian Herzmann. (Foto: © Mike Auerbach) Beim gut besuchten Science Slam auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) überraschten die Teilnehmenden wieder mit kreativen Einfällen im verbalen Kampf um den ersten Platz. Publikum und Jury kürten schließlich PD Dr. Christian Herzmann mit seinem Gedicht „Denk nicht an die Zigarette“ zum Sieger. Insgesamt wurden 3500 Euro Preisgeld ausgelobt. Herzmann – täig beim Fachdienst Gesundheit im Kreis Stormarn – beleuchtete in Reimform die Psychologie des Rauchers, die molekularen Mechanismen der Abhängigkeit und die Krankheitsfolgen des Tabakkonsums. Er durfte sich über 1500 Euro Preisgeld freuen. Kevin Merchant, Doktorand am Helmholtz-Zentrum München, belegte den zweiten Platz und wurde für seinen Beitrag „From Scar-in-a-Jar to Therapeutics: Antifibrotic Drug Discovery & Development“ ausgezeichnet. Darin gewährt er mit bunten Plastik-Stecksteinen unterhaltsame Einblicke in seine Dissertationsarbeit, die sich mit verschiedenen Aspekten der Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln gegen die Idiopathische Lungenfibrose beschäftigt. Als Computerbiologe arbeitet Merchant zum Beispiel daran, die Wirksamkeit von neuen Antifibrotika mithilfe von Big Data zu verstehen. Kevin Merchant gewann 1000 Euro Preisgeld. PD Dr. Tobias Böselt, Facharzt für Innere Medizin am Universitätsklinikum Gießen und Marburg, wurde Dritter im Kreativwettbewerb. Sein Vortrag „Woran hat et jelegen?“ setzt sich mit den Anpassungen der Menschheit an die aktuellen Gegebenheiten der Natur auseinander. Dabei konzentriert er sich auf einige besonders skurrile Anpassungen durch die Evolution. Er schlug den Bogen zwischen Wurm, Wikinger und Alpha-1-Antitrypsinmangel. Für seinen dritten Platz erhielt Böselt – Sieger des Science Slam im vergangenen Jahr – 500 Euro. Platz vier belegte Teilnehmerin Andrea Huhn, Physiotherapeutin und Leitung Qualitätssicherung beim Essener Physiotherapiezentrum Zwanzig-Neun-Fünf. Im Rahmen ihres Themas „Warum ein Käsebrot bei Lungenerkrankung genau das Richtige ist“ verdeutlichte sie, dass eine erhöhte Proteinzufuhr die Effektivität eines Trainings bei Lungenerkrankungen steigern kann. Huhn konnte in einer Pilotstudie signifikante Effekte durch protein- und kohlenhydratreiche Mahlzeit nach dem Training auf die Regeneration der Maximalkraft nachweisen. Auch sie durfte sich über 500 Euro Preisgeld freuen.
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