DGU bietet Unterstützung für Anträge zur Forschungsförderung16. Oktober 2019 DGU-Generalsekretär Maurice Stephan Michel. Foto: Schmitz Mit der „Reinhard-Nagel-Förderung für Forschungsanträge“ bietet die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) einen neuen Service zur Forschungsförderung. „Das gerade gestartete neue Programm soll urologische Forscher finanziell und durch kompetentes Mentoring darin unterstützen, für ihre Forschungsvorhaben erforderliche Drittmittel bei hochkarätigen öffentlichen Förderinstitutionen wie insbesondere der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) oder der Deutschen Krebshilfe (DKH) zu beantragen“, sagt DGU-Generalsekretär Prof. Maurice Stephan Michel. Bei der Zahl erfolgreicher Förderanträge für Forschungsprojekte aus der Urologie gebe es erheblichen Nachholbedarf. Die Unterstützung der DGU bei der meist sehr aufwendigen Beantragung von Drittmitteln seitens öffentlicher Förderinstitutionen richtet sich gleichermaßen an etablierte Forscherinnen und Forscher wie an den wissenschaftlichen Nachwuchs. Bis zu 8000 Euro kann die DGU-Reinhard-Nagel-Förderung je Forschungsantrag bewilligen. „Mit dieser Unterstützung soll es Antragstellern ermöglicht werden, für die Ausarbeitung des Vollantrags nicht nur eine Schreibkraft, sondern auch einen erfahrenen wissenschaftlichen Tutor hinzuzuziehen und entsprechend zu honorieren“, sagt . Michel. Er ist zuversichtlich, dass dieser „Antragsservice“ der DGU dazu beitragen wird, die Forschung im Fachgebiet Urologie weiter voranzubringen. Zentrale Voraussetzung für eine Förderung nach dieser neuen DGU-Initiative ist die Promotion in Medizin mit abgeschlossener oder laufender urologischer Facharztausbildung. Für die Unterstützung muss der Antragsteller eine Skizze seines angestrebten Forschungsprojekts vorlegen und die Förderinstitution benennen, von welcher Drittmittel für das Projekt eingeworben werden sollen. Nach Prüfung und Billigung des Antrags durch die Reinhard-Nagel-Kommission der DGU fließt eine erste Förderrate und ein Tutor kann beauftragt werden. Die zweite Förderrate wird freigegeben, nachdem binnen sechs Monaten ein Vollantrag für externe Forschungsmittel ausgearbeitet und bei der Förderungsinstitution eingereicht worden ist. Ansprechpartner für den Antragsservice und für eine individuelle Beratung im Vorfeld ist Dr. Christoph Becker, Forschungskoordinator der DGU und ständiger Berater der Arbeitsgruppe urologische Forschung (AuF) der Fachgesellschaft. Die exakten Bewerbungsmodalitäten sind hier auf der Webseite der AuF gelistet. Die Finanzierung der „DGU-Reinhard-Nagel-Förderung für Forschungsanträge“ erfolgt aus dem Vermögen der ehemaligen Reinhard-Nagel-Stiftung, die wegen der dauerhaft schlechten Zinsentwicklung für fest angelegte Gelder aufgelöst worden war. „Der DGU-Vorstand hat beschlossen, das Stiftungsvermögen für Zwecke der Forschungsförderung bereitzustellen. So wurde das neue Förderprogramm in einem Statut fixiert, und die DGU setzt die Mittel nun als Anschub für Antragsverfahren um externe Drittmittel und damit als Unterstützung der Forschung in der Urologie ein“, so DGU-Forschungskoordinator Becker. (DGU/ms)
Mehr erfahren zu: "Kinderwunschbehandlung in Thüringen: Sozialministerium informiert über finanzielle Unterstützung" Kinderwunschbehandlung in Thüringen: Sozialministerium informiert über finanzielle Unterstützung Wenn der Kinderwunsch groß ist, sich aber nicht erfüllt, kann in manchen Fällen nachgeholfen werden. Wie Thüringer Paare dafür einen Zuschuss bekommen können und warum der Staat das überhaupt macht.
Mehr erfahren zu: "Krebs-Immuntherapie: Zuckerstrukturen auf Nierenzellen können Ansprechen voraussagen" Krebs-Immuntherapie: Zuckerstrukturen auf Nierenzellen können Ansprechen voraussagen Forschende der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben Zuckerstrukturen auf Nierenzellen entdeckt, die das Ansprechen auf eine Behandlung mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren voraussagen können.
Mehr erfahren zu: "Immunantwort nach Organtransplantationen: Forschungskooperation will extrakorporale Photopherese weiterentwickeln" Immunantwort nach Organtransplantationen: Forschungskooperation will extrakorporale Photopherese weiterentwickeln Die Medizinische Universität Wien (Österreich) und das Unternehmen Therakos haben eine langfristige Forschungspartnerschaft zur Weiterentwicklung der extrakorporalen Photopherese (ECP) bei der Transplantation solider Organe gestartet.