DGU-Ehrenmitgliedschaften für Ruth Kirschner-Hermanns und Margitta Retz

Ruth Kirschner-Hermanns, Margitta Retz (v.l.). Fotos: Kirschner-Hermanns, Schmitz

Beim ihrem 78. Jahreskongress hat die Deutsche Gesellschaft für Urologie zwei Urologinnen zu Ehrenmitgliedern ernannt: Prof. Ruth Kirschner-Hermanns (Bonn) und Prof. Margitta Retz (München).

Kirschner-Hermanns ist Spezialistin für neurogene Funktionsstörungen des unteren Harntrakts und für die nichtantibiotische Therapie von rezidivierenden Harnwegsinfekten. Sie hat die interdisziplinäre Diagnostik und Therapie bei Personen mit Multipler Sklerose ausgebaut und sich für die Verbesserung der Lebensqualität von Katheterträgern eingesetzt. Kirchner-Hermanns begann ihre medizinische Laufbahn in Aachen und wechselte 2012 als Professorin für Neuro-Urologie an das Universitätsklinikum Bonn. Von 2012 bis 2025 leitete sie die Neuro-Urologie am Neurologischen Rehabilitationszentrum Godeshöhe der Johanniter in Bonn. Kirschner-Hermanns engagiert sich zudem für den Aufbau der Neuro-Urologie in der Ukraine.

Retz leitet seit 2006 die konservative Urologische Onkologie sowie die Urologische Studienklinik am Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München. Nachdem sie in Marburg Medizin studiert hatte, folgten klinische Stationen im In- und Ausland, bevor sie 2007 im Fach Urologie habilitierte. Die Urologin führt seit 2013 die S3-Leitlinie Blasenkarzinom und gründete die Interdisziplinäre Arbeitsgruppe BlasenCarcinom sowie den Deutschen Forschungsverbund Blasenkarzinom. Seit vielen Jahren gehört sie dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft an. Darüber hinaus engagiert sie sich stark in der ärztlichen Fort- und Weiterbildung. 2026 initiierte Retz eine digitale Plattform für uroonkologische Praxis-Therapiebögen, die den Wissenstransfer in die klinische Versorgung unterstützt. Als Buch­autorin veröffentlichte sie Fachwerke zur medikamentösen Tumortherapie und Immuntherapie in der Uro-Onkologie.

(ms/BIERMANN)

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