Kinderurologe Wolfgang Rösch mit Maximilian-Nitze-Medaille ausgezeichnet22. September 2026 Wolfgang Rösch im Abschlussplenum des 78. DGU-Kongresses am 19.09.2026, bei dem ihm die Maximilian-Nitze-Medaille verliehen wurde. Foto: Schmitz Der renommierte Kinderurologe Prof. Wolfgang Rösch ist beim 78. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Düsseldorf mit der Maximilian-Nitze-Medaille geehrt worden, der höchsten Auszeichnung der DGU. Sie wird an Persönlichkeiten vergeben, die sich in besonderer Weise um die Gesellschaft und um das Fach Urologie verdient gemacht haben. Von Markus Schmitz Rösch studierte Medizin in Erlangen und begann seine Weiterbildung zunächst in der Allgemeinchirurgie. Dann zog es ihn in die Kinderchirurgie, und sein besonderes Interesse für die Kinderurologie ließ ihn sogar sein Ausbildungsfach wechseln. Von 2003 bis 2024 war er Chef der neu gegründeten Klinik für Kinderurologie an der Kuno-Klinik in Regensburg. „Hier verwirklichte er seine Vision, ein Zentrum für Kinder mit komplexen Anomalien des Urogenitaltraktes aufzubauen, wie er es während zweier Studienaufenthalte in Baltimore (USA) kennengelernt hatte. Seine Klinik wurde zu einem nationalen wie internationalen Referenzzentrum“, so DGU-Präsidentin Prof. Susanne Krege in der Laudatio. Darüber hinaus sei ihm die praxisnahe Weiterbildung junger Kollegen immer ein wichtiges Anliegen gewesen. Derzeit ist Rösch als Senior Consultant für komplexe kinderurologische Eingriffe am Marienhaus St. Elisabeth in Neuwied tätig (wir berichteten). Die Präsidentin hob außerdem sein berufspolitisches Engagement hervor. „Prof. Rösch kämpfte als erster Vorsitzender des Arbeitskreises für Kinder- und Jugendurologie, der er von 2018 bis 2025 war, stets für die Belange der Kinderurologie. So setzte er sich für eine Stärkung der Weiterbildung in Anlehnung an die Inhalte der European Society for Pediatric Urology (ESPU), bei der er natürlich auch als hoch geschätztes Mitglied gilt, ein. Auch suchte er immer die harmonische Zusammenarbeit mit teilweise konkurrierenden Fächern, insbesondere der Kinderchirurgie, was zur Lösung der aktuellen berufspolitischen Probleme hoffentlich positiv beitragen wird.“ „Konkurrenz durch Kooperation ersetzen“ „Es ist mir eine große Ehre, die höchste Auszeichnung der DGU hier und heute entgegennehmen zu dürfen“, sagte Rösch und bedankte sich für die Würdigung seines Wirkens für die Kinderurologie, „eine Aufgabe, die mich trotz mancher Widerstände nie belastet, sondern vielmehr ein Berufsleben lang erfüllt hat und bis heute begeistert“. Mehr denn je gelte es in den aktuell schwierigen Zeiten, „unsere Expertise zu wahren und hervorzuheben”. Engagement und Ideen seien gefragt, „und ich glaube, die Optionen sind vielfältig.“ Der Preisträger verband die Ehrung mit ein paar Wünschen: „erstens, dass wir die leidige und ineffiziente Konkurrenz mit der Kinderchirurgie durch eine Kooperation ersetzen, aber mit einer urologischen Kompetenz im Vordergrund“. Rösch forderte zudem die Entwicklung eines gemeinsamen und klar strukturierten Weiterbildungsprogrammes, „damit wir wieder mehr junge Kolleginnen und Kollegen für unser tolles Fachgebiet gewinnen können“. Er wünsche sich darüber hinaus „ein neues Selbstbewusstsein derer, die Kinderurologie mit Herz und Verstand betreiben, denn die Kinderurologie ist ein faszinierendes Teilgebiet, das auch in der Zukunft essenziell sein wird“, so der Experte. Das könnte Sie ebenfalls interessieren: Experten fordern strukturierte Weiterbildung für Kinderurologie Neue S3-Leitlinie zu Harnrückfluss im Kindes- und Jugendalter
Mehr erfahren zu: "Roboterassistierte partielle Nephrektomie auch für größere Tumoren geeignet" Roboterassistierte partielle Nephrektomie auch für größere Tumoren geeignet Die roboterassistierte partielle Nephrektomie (RAPN) stellt laut einer aktuellen Studie für ausgewählte Patienten mit cT2-Nierenzellkarzinom (RCC) eine sichere und hinsichtlich der Nierenfunktion überlegene Alternative zur radikalen Nephrektomie (RN) dar.
Mehr erfahren zu: "Widerspruchsregelung als „Gelingensbedingung“ für mehr Organspenden" Widerspruchsregelung als „Gelingensbedingung“ für mehr Organspenden Die Bundesärztekammer hat anlässlich einer Anhörung des Ausschusses für Gesundheit des Deutschen Bundestages ihre Unterstützung für den vorliegenden Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung bei der Organspende bekräftigt.
Mehr erfahren zu: "Machtmissbrauch im Krankenhaus: Leitbild als Ausgangspunkt für Kulturwandel" Machtmissbrauch im Krankenhaus: Leitbild als Ausgangspunkt für Kulturwandel Acht Verbände setzen ein Zeichen gegen Machtmissbrauch im Krankenhaus: Ein gemeinsames Leitbild für Respekt, Sicherheit und Gleichbehandlung soll Ausgangspunkt eines nachhaltigen Kulturwandels sein.