Diabetes-Therapie: Kartierung der Risiken von Glucagon-like-Peptide-1-Rezeptor-Agonisten2. Juli 2025 © Mediaphotos – stock.adobe.com (Symbolbild) Glucagon-like-Peptide-1-Rezeptor-Agonisten (GLP-1RAs) werden zunehmend zur Behandlung von Diabetes und Adipositas eingesetzt. In einer aktuellen Studie bewerteten die Wissenschaftler jetzt systematisch die Sicherheit der Wirkstoffe und stellten einzelne Risikoaspekte heraus. Die Forscher verwendeten die Datenbanken des US Department of Veterans Affairs, um eine Kohorte von Diabetikern zu erstellen, die eine GLP-1RA-Therapie (n=215.970) begannen, und diese mit denen zu vergleichen, die Sulfonylharnstoffe (n=159.465), Dipeptidylpeptidase-4(DPP4)-Inhibitoren (n=117.989) oder Natrium-Glukose-Cotransporter-2(SGLT2)-Inhibitoren (n=258.614) erhielten. Eine Kontrollgruppe bestand aus einer gleichwertigen Anzahl von Personen, die Sulfonylharnstoffe, DPP4-Inhibitoren und SGLT2-Inhibitoren einnahmen (n=536.068) und einer weiteren Kontrollgruppe von 1.203.097 Personen, die mit nicht-GLP-1RA-Antihyperglykämika (Standardbehandlung) therapiert wurden. Die Wissenschaftler erstellten systematisch einen Atlas der Assoziationen einer GLP-1RA-Anwendung mit 175 Gesundheitsergebnissen im Vergleich zu jedem der anderen Medikamente. Im Vergleich zur Standardbehandlung war die Anwendung von GLP-1RA mit einem verringerten Risiko für Substanzmissbrauch und psychotische Störungen, Krampfanfälle, neurokognitive Störungen (einschließlich Alzheimer-Krankheit und Demenz), Koagulationsstörungen, kardiometabolische Erkrankungen, Infektionskrankheiten und verschiedene Atemwegserkrankungen verbunden. Es gab ein erhöhtes Risiko für gastrointestinale Störungen, Hypotonie, Synkope, arthritische Erkrankungen, Nephrolithiasis, interstitielle Nephritis und medikamenteninduzierte Pankreatitis im Zusammenhang mit der Anwendung von GLP-1RA im Vergleich zur Standardbehandlung. (hsp) Autoren: Xie Y et al. Korrespondenz: Ziyad Al-Aly; [email protected]Studie: Mapping the effectiveness and risks of GLP-1 receptor agonists Quelle: Nat Med 2025 Mar;31(3):951–962. Web: https://doi.org/10.1038/s41591-024-03412-w
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