Diagnose onkogener Mutationen beim Lungenadenokarzinom: Pleurale zellfreie DNA mit hohem diagnostischen Ertrag6. Oktober 2023 DURHAM (Biermann) – Ob pleurale zellfreie DNA (cfDNA) zur zielgerichteten Beurteilung von Mutationen bei Patienten mit Lungenadenokarzinom und malignen Pleuraergüssen (MPE) verwendet werden kann, hat eine US-amerikanische Arbeitsgruppe untersucht. Sie beurteilte onkogene Mutationen mittels Pleuraflüssigkeitszytologie oder Lungenkrebsbiopsien und bewertete Mutationen anhand von Pleura- und Plasma-cfDNA und Next-Generation-Sequencing (NGS). Die Forschenden nahmen von 42 Patienten 54 Proben von Pleuraflüssigkeit. Die diagnostische Ausbeute zum Nachweis onkogener Mutationen für Pleura-cfDNA, Pleurazytologie, Biopsie und Plasma-cfDNA betrug 49/54 (90,7 %), 16/33 (48,5 %), 22/25 (88 %) bzw. 24/32 (75 %; p<0,001). Die Übereinstimmung der Mutationen in positiven Proben zwischen pleuraler cfDNA und Pleurazytologie betrug 100 %, wohingegen pleurale cfDNA und Biopsien nur zu 89,4 % übereinstimmten. Die mediane Konzentration der cfDNA in der Pleura war laut den Studienautoren höher als im Plasma: 28.444 (Interquartilbereich [IQR] 4957–67.051) vs. 2966,5 (IQR 2167–5025) Kopien amplifizierbarer DNA pro ml (p<0,01). Im Median, so berichten die Forschenden weiter, reichten 5 ml (IQR 4,5–5) Pleuraflüssigkeitsüberstand für den cfDNA-Test aus. Die Studienautoren fassen zusammen, dass der diagnostische Ertrag von Pleura-cfDNA-NGS für onkogene Mutationen bei Patienten mit Lungenadenokarzinom mit dem von Tumorbiopsien vergleichbar und höher als bei Pleurazytologie und Plasma-cfDNA ist. Pleurale cfDNA könne problemlos in den klinischen Arbeitsablauf integriert werden und den Bedarf an zusätzlichen Biopsien verringern, lautet das abschließende Fazit der Wissenschaftler. (ac) Autoren: Mahmood K et al.Korrespondenz: [email protected]Studie: High Yield of Pleural Cell-Free DNA for Diagnosis of Oncogenic Mutations in Lung AdenocarcinomaQuelle: Chest 2023;164(1):252–261.doi: 10.1016/j.chest.2023.01.019
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