Diagnostik-, Therapie- und Forschungszentrum des LVR-Klinikums Düsseldorf startet Betrieb3. August 2021 Das neue Diagnostik-, Therapie- und Forschungszentrum (DTFZ) des LVR-Klinikums Düsseldorf hat Anfang Juli seine Arbeit aufgenommen. (Foto: André Pfennig/LVR-Klinikum Düsseldorf) Anfang Juli hat das neue Diagnostik-, Therapie- und Forschungszentrum (DTFZ) des LVR-Klinikums Düsseldorf seine Arbeit aufgenommen. Damit hat der Landschaftsverband Rheinland (LVR) nach eigenen Angaben einen der größten Psychiatrie-Neubauten in Deutschland geschaffen. Wie der Name des Zentrums andeutet, rücken Diagnose, Therapie und Forschung in dem neuen Gebäudekomplex näher zusammen. Das sorgt dem LVR zufolge nicht nur für kurze Wege – durch die enge Anbindung an die Forschung sollen auch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Versorgung der Patienten einfließen. „Das DTFZ steht für etwas, das mir als Dezernentin sehr am Herzen liegt: die Vernetzung und kontinuierliche Weiterentwicklung in unserem Klinikverbund, sei es bei den Angeboten, in der Personalentwicklung, der Forschung und Lehre – und natürlich auch bei den Gebäuden. So können wir eine hohe Behandlungsqualität für unsere Patientinnen und Patienten gewährleisten“, sagte Martina Wenzel-Jankowski, LVR-Dezernentin Klinikverbund und Verbund Heilpädagogischer Hilfen. Das neue Gebäude besteht aus vier Baukörpern, die durch eine Eingangshalle miteinander verbunden sind. Es beinhaltet Pflegestationen mit 287 Betten und acht Tagesklinikplätzen. Damit kann das tagesklinische Angebot in Düsseldorf auf insgesamt 152 Plätze erweitert werden. Ebenfalls sind dort die Untersuchungs- und Behandlungsangebote der Allgemeinpsychiatrie, der Gerontopsychiatrie und der Neurologie angesiedelt, einschließlich einer Stroke-Unit mit sechs Betten zur Behandlung von Schlaganfall-Patienten. „Dieser moderne und architektonisch sehr beeindruckende Neubau wird sicher großen Einfluss darauf haben, dass das LVR-Klinikum noch stärker als segensreiche Säule für die Gesundheit der Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger wahrgenommen wird und sein altes Image als Nervenheilanstalt endgültig ablegen kann”, sagte Andreas-Paul Stieber, Vorsitzender des Krankenhausausschusses 2. Auch in Sachen Nachhaltigkeit verfolgt das neue Stationsgebäude ambitionierte Ziele: Es wurde im Passivhausstandard errichtet und setzt dem LVR zufolge somit ein Zeichen für Energieeffizienz. Neben der energetisch effizienten Bauweise wurde das Augenmerk auch auf eine innovative Haustechnik gelegt. So wird das Gebäude über eine Bauteilaktivierung beheizt und im Sommer gekühlt. Der Einsatz von LED-Technik bei der Beleuchtung, eine moderne Sonnenschutzregelung und eine nachhaltige Fassadengestaltung sind weitere Aspekte, die der LVR eigenen Angaben zufolge im Sinne der Nachhaltigkeit im DTFZ umgesetzt hat. Auf dem durchgängigen Gründach wurden in Teilbereichen Patientengärten eingerichtet. Außerdem wird das anfallende Regenwasser in einer unterirdischen Zisterne aufgefangen und zur Gartenbewässerung genutzt. „Diese und weitere Maßnahmen sorgen dafür, dass das hochkomplexe Krankenhausgebäude einen vergleichsweise niedrigen Energieverbrauch ausweist und einen geringen C02-Fußabdruck hinterlässt“, bilanziert Detlef Althoff, LVR-Dezernent Gebäude und Liegenschaftsmanagement, Umwelt, Energie, Bauen für Menschen GmbH. Der LVR hat 2010 ein Investitionsprogramm gestartet, um zahlreiche Bau- und Modernisierungsprojekte im LVR-Klinikverbund voranzubringen. Insgesamt 492 Millionen Euro wurden und werden dafür an den neun Klinik-Standorten investiert. Der Neubau des Diagnostik-, Therapie- und Forschungszentrums am LVR-Klinikum Düsseldorf ist mit rund 75 Millionen Euro das größte dieser Projekte.
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