Die NAKO-Gesundheitsstudie geht in die zweite Runde: Förderung bis 202316. Mai 2018 Die bevölkerungsbezogene Langzeitstudie arbeitet mit MRT-Ganzkörperuntersuchungen (Foto: © PhotographyByMK, Fotolia.com) Die NAKO-Gesundheitsstudie (Nationale Kohorte) wird laut einer Bund-Länder-Vereinbarung für einen zehnjährigen Zeitraum (bis 30.04.2023) mit bis zu 256 Millionen Euro gefördert (171 Mio € Bund u. Länder/ 85 Mio. € die an der Studie beteiligten Helmholtz-Zentren). Darüber hinaus beteiligen sich die mitwirkenden universitären und außeruniversitären Einrichtungen mit einem Eigenanteil. “Die Förderung dieses Forschungsvorhabens bedeutet einen großen Input der interdisziplinären, multizentrischen Forschung in Deutschland. Dadurch wird eine einmalige Forschungsressource für die biomedizinische Forschung aufgebaut”, kommentiert Prof. Klaus Berger, Vorstandsvorsitzender der NAKO-Gesundheitsstudie. “Die NAKO-Studie hat sich auch durch den Einsatz detaillierter und innovativer Untersuchungsverfahren im nationalen und internationalen Kontext profiliert und etabliert. Mit großem Interesse verfolgt die Wissenschaftscommunity unsere Studie”. Ein Alleinstellungsmerkmal dieser großen, bevölkerungsbezogenen Langzeitstudie stellt die Magnetresonanztomographie (MRT) dar. Allein in der Basisuntersuchung ist von 30.000 Probanden eine MRT-Ganzkörperuntersuchung und bei 18.000 von ihnen ein weiteres MRT in der Folgeuntersuchung vorgesehen. “Die MRT-Zweituntersuchung gibt uns die einmalige Möglichkeit, für 18.000 Teilnehmer der NAKO-Gesundheitsstudie den Verlauf von MRT-basierten Parametern und Biomarkern über einen längeren Zeitraum zu analysieren und zu verstehen”, unterstreicht Prof. Fabian Bamberg, Universität Tübingen. “Gerade das umfassende MRT-Untersuchungsprogramm über verschiedene Körperbereiche leistet einen wesentlichen Beitrag die Entstehung verschiedenster Erkrankungen im Bild besser zu verstehen und frühzeitiger erkennen zu können. Die wiederholte MRT-Untersuchung im NAKO Untersuchungsprogramm bedeutet auch einen wissenschaftlichen Vorteil gegenüber anderen europäischen und US-amerikanischen Vorhaben. Es lässt sich absehen, dass Kohortenstudien, die derartige Daten zur Verfügung stellen, insbesondere im Zeitalter der OMICS-Forschung – einschließlich der Entwicklung von Radiomics und artifizieller Intelligenz – einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der personalisierten Medizin leisten werden.” In den kommenden fünf Jahren möchten die NAKO-Akteure zum einen die der Studie zugrunde liegende Datensammlung abschließen. Zum anderen werden die Forscher erste (Zwischen)Ergebnisse präsentieren. Hintergrund NAKO-Gesundheitsstudie: Seit 2014 werden in der NAKO Gesundheitsstudie zufällig aus den Melderegistern gezogene Männer und Frauen zwischen 20 und 69 Jahren bundesweit in 18 Studienzentren medizinisch untersucht und nach ihren Lebensumständen befragt. Ziel ist es, chronische Erkrankungen, wie zum Beispiel Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma, Infektionen und Depression genauer zu erforschen, um Prävention, Früherkennung und Behandlung dieser in der Bevölkerung weit verbreiteten Krankheiten zu verbessern. Das multizentrische Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, den beteiligten Ländern und der Helmholtz-Gemeinschaft gefördert. Bis Ende April haben über 160.000 Personen (davon über 22.000 an der zusätzlichen einstündigen MRT-Ganzkörperuntersuchung) an der NAKO Studie teilgenommen. Weitere Informationen unter www.nako.de.
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