Die WHO aktualisiert die Leitlinien zur Biosicherheit im Labor11. Juli 2024 Foto: © Askar – stock.adobe.com Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat aktualisierte Leitlinien für nationale Behörden und biomedizinische Labore hinsichtlich des Umganges mit biologischen Risiken herausgegeben. Labore sind wesentliche Bestandteile von Gesundheitssystemen und von entscheidender Bedeutung für die Patientendiagnose und die schnelle klinische Versorgung, die Krankheitsüberwachung, die Charakterisierung von Krankheitserregern sowie die Forschung und Entwicklung von Behandlungen und Impfstoffen. Entsprechend gestaltete und ausgestattete Einrichtungen, geschultes Personal, evidenzbasierte Maßnahmen zur Risikominderung, transparente Berichterstattung und mehrstufige Aufsichtsmechanismen schützen die Belegschaft und Gemeinschaft vor pathogenen Mikroorganismen und Toxinen. Zu den neuen Aktualisierungen der Leitlinien gehören die Stärkung der Cybersicherheitsmaßnahmen und der Umgang mit vertraulichen Informationen wie Patientenakten; Verringerung der Risiken neuer Technologien, einschließlich solcher im Zusammenhang mit genetischer Veränderung und Manipulation von Krankheitserregern sowie künstlicher Intelligenz (KI); und Ratschläge zur Gewährleistung der Sicherheit von Laboren in Notfällen wie Kriegen, Unruhen und Naturkatastrophen. Die aktualisierten Leitlinien der WHO zur Labor-Biosicherheit helfen dadurch allen Ländern, insbesondere jenen, in denen es keine Vorschriften gibt, dabei, Rahmenbedingungen für den Umgang mit Krankheitserregern von schwerwiegenden Infektionen zu schaffen oder zu stärken. Es unterstreicht die Bedeutung einer starken institutionellen Führung durch ein institutionelles Biosicherheitskomitee mit nationaler Aufsicht. Die aktualisierten Leitlinien bieten bewährte Verfahren und Empfehlungen und ermutigen die Mitgliedstaaten gleichzeitig, einen risikobasierten Ansatz zu verfolgen, der in der Resolution zur „Stärkung des biologischen Risikomanagements im Labor“ festgelegt ist, die dieses Jahr auf der Weltgesundheitsversammlung angenommen wurde. Die Leitlinien wurden in Absprache mit einer Vielzahl von Interessengruppen entwickelt, darunter WHO-Kooperationszentren und technische Beratungsgruppen, insbesondere die Technische Beratergruppe der WHO für biologische Sicherheit (TAG-B). Durch die Förderung des Engagements und des Engagements von Institutionen und nationalen Behörden mindert der Leitfaden die Risiken, die mit Krankheitserregern schwerwiegender Infektionen und Forschungsarbeiten verbunden sind. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Gemeinschaften vor dem Missbrauch und der Freisetzung von biologischem Material zu schützen, sei es vorsätzlich oder unbeabsichtigt, und gleichzeitig die Fortsetzung legitimer biomedizinischer Forschung zu ermöglichen.
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