DIVI begrüßt EMA-Entscheidung, Astrazeneca weiter zu verimpfen19. März 2021 ©Orkidia – stock.adobe.com Die Europäische Arzneimttelbehörde EMA gab am Donnerstag bekannt, dass sie den Impfstoff von Astrazeneca für sicher und effektiv zum Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung hält. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) fordert nun, die Impfungen so schnell wie möglich fortzusetzen. DIVI-Präsident Prof. Gernot Marx äußerte sich noch am Donnerstagabend wie folgt: „Die DIVI begrüßt die Entscheidung der EMA, Astrazeneca weiter zu verimpfen. Der Nutzen überwiegt das Risiko.“ Jetzt müsse jede Impfdosis so schnell wie möglich verimpft werden, um vor allem schwere Verläufe durch COVID-19 mit intensivmedizinischer Behandlung oder gar Tod zu verhindern. Denn jeder Mensch, der bereits die erste Impfung mit diesem Wirkstoff bekommen hat, könne sich zu 80 Prozent sicher sein, wenn nur mit milden Symptomen zu erkranken. DIVI-Vorstandsmitglied Prof. Stefan Kluge, Erstautor der Leitlinie zur Behandlung von COVID-19-Patienten, äußerte Bedenken zu einem möglicherweise entstandenen Imageschaden des Impfstoffes von Astrazeneca. „Das Vertrauen in den Impfstoff hat jetzt leider stark gelitten. Es wäre daher sicher eine gute Möglichkeit, Astrazeneca für Freiwillige zur Verfügung zu stellen, die keine Angst haben und in der Impfreihenfolge aber noch gar nicht berücksichtigt werden“, so der Vorschlag von Kluge. Zudem eigne sich der Impfstoff hervorragend, um endlich die Hausärzte in die Strategie mit einzubinden. „Wir können damit jetzt deutlich schneller werden. Es darf einfach keine Impfdosis ungenutzt bleiben!“ Quelle: Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)
Mehr erfahren zu: "Hirnorganoide helfen, die Biologie des Ebola-Virus besser zu verstehen" Hirnorganoide helfen, die Biologie des Ebola-Virus besser zu verstehen Nach einer Infektion kann das Ebola-Virus monate- bis jahrelang unbemerkt im menschlichen Körper überleben, unter anderem im Zentralen Nervensystem. Mithilfe von Hirnorganoiden haben Forschende nun wertvolle Einblicke in die Mechanismen […]
Mehr erfahren zu: "Künstliche Intelligenz kann patientenrelevante Erfolge einer Behandlung vorhersagen" Künstliche Intelligenz kann patientenrelevante Erfolge einer Behandlung vorhersagen Forschende des Universitätsklinikums Tübingen haben am Beispiel der Tiefen Hirnstimulation bei Parkinson gezeigt, dass Künstliche Intelligenz dabei helfen kann, patientenrelevante Therapieerfolge wie verbesserte Alltagsfunktionen besser vorherzusagen.
Mehr erfahren zu: "Millionenförderung für die Erforschung der zerebralen Amyloidangiopathie" Millionenförderung für die Erforschung der zerebralen Amyloidangiopathie Ein Transatlantisches Exzellenznetzwerk, an dem auch eine Forschungsgruppe der Universitätsmedizin Magdeburg beteiligt ist, erhält acht Millionen Euro Förderung zur Erforschung einer häufig übersehenen Gefäßerkrankung.