DIVI begrüßt EMA-Entscheidung, Astrazeneca weiter zu verimpfen

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Die Europäische Arzneimttelbehörde EMA gab am Donnerstag bekannt, dass sie den Impfstoff von Astrazeneca für sicher und effektiv zum Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung hält. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) fordert nun, die Impfungen so schnell wie möglich fortzusetzen.

DIVI-Präsident Prof. Gernot Marx äußerte sich noch am Donnerstagabend wie folgt: „Die DIVI begrüßt die Entscheidung der EMA, Astrazeneca weiter zu verimpfen. Der Nutzen überwiegt das Risiko.“

Jetzt müsse jede Impfdosis so schnell wie möglich verimpft werden, um vor allem schwere Verläufe durch COVID-19 mit intensivmedizinischer Behandlung oder gar Tod zu verhindern. Denn jeder Mensch, der bereits die erste Impfung mit diesem Wirkstoff bekommen hat, könne sich zu 80 Prozent sicher sein, wenn nur mit milden Symptomen zu erkranken.

DIVI-Vorstandsmitglied Prof. Stefan Kluge, Erstautor der Leitlinie zur Behandlung von COVID-19-Patienten, äußerte Bedenken zu einem möglicherweise entstandenen Imageschaden des Impfstoffes von Astrazeneca. „Das Vertrauen in den Impfstoff hat jetzt leider stark gelitten. Es wäre daher sicher eine gute Möglichkeit, Astrazeneca für Freiwillige zur Verfügung zu stellen, die keine Angst haben und in der Impfreihenfolge aber noch gar nicht berücksichtigt werden“, so der Vorschlag von Kluge. Zudem eigne sich der Impfstoff hervorragend, um endlich die Hausärzte in die Strategie mit einzubinden. „Wir können damit jetzt deutlich schneller werden. Es darf einfach keine Impfdosis ungenutzt bleiben!“

 Quelle: Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)