DKG: Reformbedarf bei der psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung1. November 2021 Foto: © Yury Zap – stock.adobe.com Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) stellt ein Positionspapier zur 20. Legislaturperiode vor, in dem sie dringende Reformen in der psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung anmahnt. Psychische Erkrankungen, die schon in den vergangenen Jahren die stärkste Zunahme aller Krankheitsfälle verzeichneten, sind gerade durch die Corona-Pandemie noch stärker in den Fokus geraten. Umso größer sei die Bedeutung einer hochwertigen psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung in Deutschland, betont die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG). „Wir haben ein hoch effektives und qualitativ hochwertiges Versorgungsnetz in den Kliniken. Gleichzeitig bestehen extreme Herausforderungen für die Versorgung psychisch kranker Menschen in Deutschland. Wir brauchen dringende Reformen und erwarten von einer zukünftigen Regierung und Koalition, dass das Thema nachhaltig angegangen wird“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der DKG, Dr. Gerald Gaß. Aus Sicht der Krankenhäuser gebe es vor allem fünf Bereiche, in denen grundlegend reformiert werden müsse: die Verbesserung der sektorenübergreifenden Versorgungsstrukturen und Förderung regionaler Netzwerke, die sinnvolle Weiterentwicklung der Personalausstattung, die Weiterentwicklung des Vergütungssystems, der Abbau überflüssiger Dokumentations- und Nachweispflichten und der Ausbau der Digitalisierung. Diese Reformbedarfe würden in ihrem Positionspapier zusammengeführt, erklärte die DKG. „Für eine Verbesserung der Angebote für die Betroffenen brauchen wir eine Förderung der sektorenübergreifenden Versorgungsstrukturen, eine weitreichende Öffnung der Krankenhäuser für ambulante psychiatrische und psychosomatische Behandlungsleistungen sowie eine Weiterentwicklung der Personalanforderungen und des Finanzierungssystems. Wir sind sehr zuversichtlich, dass die neue Koalition der psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung in Deutschland ein großes Gewicht beimessen wird“, erklärte Gaß.
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