Doch kein Ärztemangel? Bundesregierung erwartet Zuwächse

Mehr Ärzte bis 2035 erwartet – doch wie sind sie verteilt? Grafik: ImageFlow – stock.adobe.com

Bis 2035 wird es einen starken relativen Zuwachs bei Fachärzten für Urologie, Augenheilkunde und Innere Medizin geben – so die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion.

Die Grünen wollten nach Angaben des Deutschen Bundestages wissen, wie viele Ärzte derzeit im deutschen Gesundheitswesen arbeiten, auf welche Fachgebiete sie sich verteilen und wie die Prognosen bis 2035 ausfallen. Die Antwort der Bundesregierung stützt sich auf ein Fachkräftemonitoring, welches das Bundesgesundheitsministerium im November 2024 in Auftrag gab. Mit dessen Hilfe sollte das künftige Angebot sowie der jeweilige Bedarf an Fachkräften im Gesundheitswesen detailliert dargestellt und prognostiziert werden.

Im Jahr 2024 haben demnach 217.724 hauptamtliche Ärztinnen und Ärzte an deutschen Krankenhäusern gearbeitet. 71.383 hauptamtliche Mediziner waren dabei teilzeitbeschäftigt, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf die Grünen-Anfrage. im stationären Bereich, also in Krankenhäusern und in stationären Reha-Einrichtungen, werde die Zahl der erwerbstätigen Ärztinnen und Ärzte voraussichtlich auf 229.000 im Jahr 2030 und 231.000 im Jahr 2035 ansteigen.

Die stärksten relativen Zuwächse zwischen 2023 und 2035 werden den Angaben zufolge bei Fachärzten für Urologie, Augenheilkunde und Innere Medizin erwartet. Den größten absoluten Zuwachs soll es bei Ärzten ohne Facharztrichtung, überwiegend Assistenzärzten, geben. Die stärkste Abnahme ist hingegen bei Fachärzten für Kinder- und Jugendmedizin zu erwarten.

(ms/BIERMANN)

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