Dupilumab bei Atopischer Dermatitis: Keine routinemäßige Laborüberwachung notwendig24. März 2023 Der Antikörper Dupilumab kann auch jungen Kindern mit schwerer Atopischer Dermatitis ohne Laborkontrollen verabreicht werden. (Foto: © Марина Терехова – stock.adobe.com) Frühere Studien mit Dupilumab zur Behandlung der mittelschweren bis schweren atopischen Dermatitis bei Erwachsenen und Jugendlichen sowie der schweren atopischen Dermatitis bei Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren zeigen keine klinisch bedeutsamen Veränderungen der Laborparameter. Eine internationale Studie bestätigt diese Ergebnisse nun auch für Kinder im Alter von sechs Monaten bis sechs Jahren mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis. In die randomisierte, placebokontrollierte Phase-III-Studie zu Dupilumab wurden 161 Kinder im Alter von sechs Monaten bis maximal sechs Jahren mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis an 31 Standorten in Europa und Nordamerika eingeschlossen und im Verhältnis 1:1 randomisiert, um alle vier Wochen subkutan Placebo oder Dupilumab (5 kg bis <15 kg Körpergewicht: 200 mg; 15 kg bis <30 kg: 300 mg) plus topische Kortikosteroide für 16 Wochen zu erhalten. Hämatologie, Serumchemie und Urinanalyse wurden anhand von Blut- und Urinproben analysiert, die beim Screening und in den Wochen 4 und 16 entnommen wurden. Die Autoren berichten, dass dabei keine klinisch bedeutsamen Veränderungen der Laborparameter beobachtet wurden. Zwar kam es in der Gruppe mit Dupilumab plus topischen Kortikosteroiden zu zwei Fällen von Eosinophilie und jeweils einem Fall von Neutropenie und Leukozytose als behandlungsbedingten unerwünschten Ereignissen, allerdings waren diese Ereignisse nicht mit klinischen Symptomen verbunden und führten nicht zum Abbruch der Behandlung oder der Studie. „Diese Ergebnisse legen nahe, dass eine routinemäßige Laborüberwachung von Kindern im Alter von sechs Monaten bis sechs Jahren, die mit Dupilumab plus topischen Kortikosteroiden behandelt werden, nicht erforderlich ist“, resümieren die Autoren. Allerdings seien die Studiendauer relativ kurz und Patienten mit abnormalen Laborergebnissen beim Screening bereits ausgeschlossen worden, schränken Amy S. Paller von der Northwestern University Feinberg School of Medicine in Chicago, USA, und Kollegen ein. (ej)
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