E-Zigaretten: Schwere Vorwürfe der WHO gegen Tabakindustrie14. Dezember 2023 Foto: © Grispb/stock.adobe.com Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wirft der Tabakindustrie beim Marketing von E-Zigaretten bewusste Falschinformation und das gezielte Anwerben von Kindern vor. Die Branche „finanziert und verbreitet falsche Beweise, um zu argumentieren, dass diese Produkte Schäden vermindern“, kritisierte die UN-Behörde am 14. Dezember in Genf. Die WHO forderte strengere Regelungen für solche Produkte. E-Zigaretten werden von Tabakkonzernen als Nikotinprodukte beworben, die im Vergleich zu herkömmlichen Zigaretten gesundheitliche Risiken reduzieren können. Die WHO wies darauf hin, dass auch bei der Verwendung der elektrischen Nikotin-Verdampfer giftige Substanzen entstehen, die Krebs auslösen und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen erhöhen können. Außerdem könnten ungeborene Kinder im Mutterleib geschädigt werden und die geistige Entwicklung von minderjährigen Konsumenten beeinträchtigt werden, hieß es. E-Zigaretten sind aus Sicht der WHO keine geeignete Alternative, um den Konsum von Tabak zu reduzieren, sondern erhöhen wegen ihrer Suchtwirkung die Wahrscheinlichkeit, zu herkömmlichen Zigaretten zu greifen. „Kinder werden schon in jungen Jahren für den Konsum von E-Zigaretten angeworben und in eine Falle gelockt“, warnte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die WHO forderte Staaten dazu auf, E-Zigaretten weniger attraktiv zu machen, indem sie etwa Geschmacksrichtungen verbieten, den Nikotingehalt reduzieren und Steuern auf diese Produkte erheben.
Mehr erfahren zu: "Big Puffs: E-Zigaretten mit hoher Anzahl möglicher Züge können mit der Zeit höhere Toxizität entwickeln" Big Puffs: E-Zigaretten mit hoher Anzahl möglicher Züge können mit der Zeit höhere Toxizität entwickeln Forschende warnen, dass bei bestimmten E-Zigaretten schon allein durch die längere Nutzung schädliche Nebenprodukte erzeugt werden können, die mit Lungenschäden in Verbindung gebracht werden.
Mehr erfahren zu: "Allergisches Asthma: Programm zur Schimmelsanierung im sozialen Wohnungsbau reduziert Notfälle" Allergisches Asthma: Programm zur Schimmelsanierung im sozialen Wohnungsbau reduziert Notfälle Bei Patienten mit allergischem Asthma kann sich eine Schimmelpilzexposition erheblich negativ auswirken. Ein behördliches Programm zur Bekämpfung von Schimmelbefall in Sozialwohnungen in New York (USA) zeigt, dass solche Folgen wirksam […]
Mehr erfahren zu: "Organspenden: Warum Ärzte sie trotz Wunsch ablehnen" Organspenden: Warum Ärzte sie trotz Wunsch ablehnen Tausende Menschen in Deutschland warten auf ein Spenderorgan. Mediziner der Berliner Charité schildern, wie Spenden oft an einer Gesetzesgrundlage scheitern.