Ein herausforderndes Jahr für die Tierseuchendiagnostik in Deutschland20. November 2024 Titelblatt des Abstract-Bandes zu den 11. Riemser Diagnostiktagen: © Friedrich-Loeffler-Institut Die 11. Riemser Diagnostiktage am 21. und 22. November in Greifswald im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg bieten im Hybridformat über 270 Fachleuten die Möglichkeit zum Austausch über Bewährtes, Neues und zukünftige Herausforderungen. Bereits am 20. November findet der 5. Riemser Fischtag am FLI-Standort Insel Riems statt sowie ein Workshop zu klassischen Diagnostikmethoden in der Virologie. In diesem Jahr gab es für die Tierseuchendiagnostik in Deutschland kaum eine Verschnaufpause. Die Afrikanische Schweinepest trat überraschend in Hessen auf, die Geflügelpest ist fortlaufend präsent, nicht unerwartet überzog die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 3 nahezu das ganze Land, das West-Nil-Virus breitet sich weiter aus und im Oktober ließ die iberische Myxomatose-Variante bei Feldhasen aufhorchen. Diese sowie weniger prominente Tierseuchen und Zoonosen fordern eine zuverlässige Diagnostik und ständige Bereitschaftssituation in den Veterinärlaboren der Bundesländer und entsprechenden Nationalen Referenzlaboren am Friedrich-Loeffler-Institut. Hinzu kommen Anforderungen und Veränderungen durch die Umsetzung des europäischen Tiergesundheitsgesetzes. Jenseits vom Dauerthema Geflügelpest/ Vogelgrippe und deren Auswirkung auf die Tierwelt in der Antarktis oder die für Schaf- und Rinderhaltungen wirtschaftlich bedeutende Blauzungenkrankheit, die ein gewisses öffentliches Interesse wecken, stehen im Laboralltag deutlich mehr Infektionserreger und damit verbundene Themen auf dem Programm. So beispielsweise der Aufbau eines Next Generation Sequencing Labors (NGS) zur Tiefensequenzierung von Erreger-Erbinformationen und wie ein solches akkreditiert werden kann. Die alle zwei Jahre stattfindenden Riemser Diagnostiktage stehen als „Familientreffen“ fest im Terminkalender der deutschen Veterinärdiagnostiker. Gemeinsame Ausrichter der Fachtagung sind der Arbeitskreis für veterinärmedizinische Infektionsdiagnostik (AVID; Fachgruppe der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft e.V.) und das Friedrich-Loeffler-Institut.
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