Entscheidungsprozesse sind weit über das Gehirn verteilt22. Oktober 2020 Foto: Lucky Business – stock.adobe.com Bislang wurde angenommen, dass das menschliche Gehirn ein spezialisiertes Zentrum für Entscheidungsprozesse besitzt. Eine Forschergruppe des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) hat nun herausgefunden, dass selbst bei einfachen Entscheidungen eine große Zahl von weit über das Gehirn verteilten Regionen miteinander sprechen. “Während Versuchspersonen undeutliche sensorische Reize interpretieren, um so zwischen einer von zwei Handlungsoptionen auszuwählen, senden Regionen für die Handlungsplanung kontinuierlich Rückmeldung an Regionen für die Verarbeitung der sensorischen Reize. Folglich sagt die Aktivität in all diesen Hirnregionen die spätere Handlung der Versuchsperson voraus“, erklärt Prof. Tobias Donner aus dem Institut für Neurophysiologie und Pathophysiologie des UKE. Für ihre Studie hat die UKE-Arbeitsgruppe neuartige Verfahren zur Analyse zeitlich und räumlich hochauflösender Messungen der Hirnaktivität mittels der sogenannten Magnetoenzephalographie (MEG) entwickelt. Dadurch gelang es den Forschenden erstmals, den Zeitverlauf des Entscheidungsprozesses über fast 200 Regionen der menschlichen Großhirnrinde abzubilden. Originalpublikation: Donner T et. al. Large-scale dynamics of perceptual decision information across human cortex. Nature Communications 2020;11:5109.
Mehr erfahren zu: "Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent" Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent Der GKV-Schätzerkreis hat seine Prognosen für die finanziellen Rahmenbedingungen für 2027 abgegeben. Der Bundesgesundheitsminister wertet es als Erfolg des GKV-Spargesetzes, die KBV übt daran weiter Kritik.
Mehr erfahren zu: "Verbesserte Risikoklassifikation beim Neuroblastom" Verbesserte Risikoklassifikation beim Neuroblastom Die molekulare Klassifizierung von Neuroblastomen anhand von Telomererhaltungsmechanismen kann die bisherige Risikoklassifikation von Kindern mit Neuroblastom verbessern. Dies berichten Forschende der Uniklinik und Medizinischen Fakultät der Universität Köln im „Journal […]
Mehr erfahren zu: "„Tag der Überlastung im Gesundheitswesen“ immer früher" „Tag der Überlastung im Gesundheitswesen“ immer früher Der Tag, an dem die Einnahmen aus dem allgemeinen Beitragssatz der Gesetzlichen Krankenversicherung rechnerisch nicht mehr ausreichen, um die Ausgaben für das gesamte Jahr zu finanzieren, ist in diesem Jahr […]