Entwicklung langlebiger implantierbarer Sensoren an der RUB21. Dezember 2018 Sabine Seisel und Wolfgang Schuhmann koordinieren das Initial Training Network. Quelle: © RUB, Marquard Das Programm “Initial Training Network Implantsens” soll Doktoranden mit dem Ziel der Entwicklung langlebiger implantierbarer Sensoren schulen. Die EU fördert Implantsens unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Schuhmann und Privatdozentin Dr. Sabine Seisel vom Lehrstuhl für Analytische Chemie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ab April 2019 für vier Jahre mit rund 3 Millionen Euro. Mit in den Körper implantierten Biosensoren, die ständig bestimmte Biomarker messen, lässt sich der Verlauf einer ganzen Reihe von Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und des Stoffwechsels überwachen. „Allerdings müssen die Implantate zurzeit noch nach einigen Wochen ausgetauscht werden, weil die Sensoren durch eine Fremdkörperreaktion des Körpers eingekapselt werden“, erklärt Sabine Seisel. Dadurch ist der Transport des jeweiligen Biomarkers zum Sensor hin behindert. Somit kann der Sensor den Biomarker nicht mehr korrekt messen. Sensoren unabhängiger machen Das Initial Training Network Implantsens will implantierbare elektrochemische Biosensoren entwickeln, die unabhängig von Massentransport arbeiten und so für eine längere Zeit im Körper bleiben können. Insgesamt elf Doktorandinnen und Doktoranden werden in den kommenden vier Jahren ein intensives Trainings- und Forschungsprogramm durchlaufen, an dessen Ende neuartige implantierbare Langzeitsensoren stehen sollen. Umfassendes Trainingsprogramm Das Training der Doktoranden basiert auf einem Blended-Learning-Konzept und vermittelt interdisziplinäres Wissen in Bioelektrochemie, Enzymengineering, Elektrodendesign und Biokompatibilität. Vervollständigt wird das Programm durch Kurse und Workshops in Management, Fundraising, Patentrecht sowie Kommunikationsstrategien. Ein internationales Konsortium aus sieben führenden europäischen Wissenschaftlern und vier Unternehmen wird die jungen Wissenschaftler schulen.
Mehr erfahren zu: "Bakterien im Speichel: Warnsignal für Plattenepithelkarzinome der Speiseröhre?" Bakterien im Speichel: Warnsignal für Plattenepithelkarzinome der Speiseröhre? Wissenschaftler des Sydney Brenner Institute for Molecular Bioscience (SBIMB) an der Universität Witwatersrand (Südafrika) untersuchen, ob Bakterien im Speichel Hinweise auf Plattenepithelkarzinome der Speiseröhre geben können – bei geringem Kostenaufwand.
Mehr erfahren zu: "EU-Projekt zu Chemoresistenz von Tumoren: Uni Bielefeld koordiniert CHEM-SCAN" EU-Projekt zu Chemoresistenz von Tumoren: Uni Bielefeld koordiniert CHEM-SCAN In der Europäischen Woche gegen den Krebs (25. bis 31. Mai) rückt ein neues Forschungsprojekt der Universität Bielefeld in den Fokus: CHEM-SCAN macht sichtbar, wie Tumorzellen auf Therapien reagieren – […]
Mehr erfahren zu: "ESTRO 2026: ctDNA verbessert die Überwachung unter Metastasen-gerichteter Therapie" ESTRO 2026: ctDNA verbessert die Überwachung unter Metastasen-gerichteter Therapie Eine Analyse der Phase-II-Studie EXTEND zeigt, dass ctDNA-Tests neue Erkenntnisse über das Therapieansprechen bei Patienten lieferten, die eine Metastasen-gerichtete Therapie erhielten.