Erblindung im Einschulalter: 50.000 Euro für die Erforschung der NCL11. März 2019 Frank Stehr (l.), Vorstand der NCL-Stiftung, übergibt Nuno Raimundo die Förderzusage. (© Ingoboelter photodesign) Um die Entwicklung von Medikamenten gegen die Neuronale Ceroid Lipofuszinose (NCL, auch “Kinderdemenz”) voranzubringen, fördert die in Hamburg ansässige NCL-Stiftung ein neues Forschungsprojekt an der Universität Göttingen. Mit 50.000 Euro wird ein Doktorandenstipendium im Labor von Dr. Nuno Raimundo finanziert. Den Förderbetrag erhält Dr. Nuno Raimundo für das Projekt „Metabolic consequences of CLN3 loss-of-function“. Damit wird die Finanzierung eines Doktorandenstipendiums für drei Jahre sichergestellt. Ermöglicht wurde dies nach angaben der NCL Stiftung dank großzügiger Spenden, so unter anderem von der dgroup, dem Hans Rosenthal Preis, der HAORI Stiftung Bremen, der Heinz und Heide Dürr Stiftung, dem Freundeskreis von Julia Risel und von der von Poll Immobilien GmbH. Der Fokus des Projekts liegt auf dem Zusammenspiel zwischen den Mitochondrien und den Lysosomen der Zellen. Diese Interaktion könnte eine wichtige Rolle bei der Kinderdemenz NCL spielen. Die an juveniler NCL (CLN3) erkrankten Kinder erblinden im Einschulalter und verlieren nach und nach ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten. Bisher ist diese Form von Kinderdemenz unheilbar und verläuft immer tödlich. CLN3‐defiziente Nerven‐ und Gliazellen besitzen nicht nur lysosomale, sondern auch mitochondriale Defekte. Jedoch ist unbekannt, inwieweit diese sich gegenseitig beeinflussen und ob sie kompensiert werden können. Dieser Forschungsbereich wird auch im Zusammenhang mit häufiger vorkommenden neurodegenerativen Erkrankungen, wie zum Beispiel Alzheimer und Parkinson, aktuell diskutiert. “Raimundo ist einer der wenigen und wissenschaftlich sehr renommierten Experten auf diesem Fachgebiet”, betont die NCL-Stiftung. Quelle: NCL-Stiftung
Mehr erfahren zu: "Mehr mentale Care-Arbeit bei Frauen mit Folgen für die psychische Gesundheit" Mehr mentale Care-Arbeit bei Frauen mit Folgen für die psychische Gesundheit Forscherinnen der HMU Health and Medical University in Potsdam haben die Verteilung und die gesundheitlichen Folgen mentaler Care-Arbeit in Deutschland untersucht. Die Studie zeigt, dass Frauen nicht nur die Hauptlast […]
Mehr erfahren zu: "Den Energiequellen aggressiver Hirntumoren auf der Spur" Den Energiequellen aggressiver Hirntumoren auf der Spur Seit Juli 2026 erforscht Dr. Sina Neyaziam Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg, wie aggressive Hirntumoren bei Kindern ihren Stoffwechsel umprogrammieren, um zu wachsen und zu überleben. Ziel ist es, die metabolischen Schwachstellen […]
Mehr erfahren zu: "„Gute“ Immunzellen helfen bei der Regeneration von Rückenmarksverletzungen" „Gute“ Immunzellen helfen bei der Regeneration von Rückenmarksverletzungen Ein Forschungsteam hat den Mechanismus entschlüsselt, wie bei Zebrafischen Schäden am Rückenmark vollständig heilen. Bestimmte Immunzellen regulieren die Entzündung herunter, damit die Nervenregeneration ermöglicht wird.