Erhöhen E-Zigaretten das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen?

E-Zigaretten
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Der gewohnheitsmäßige Konsum von E-Zigaretten ist laut einer neuen Studie­ mit einer Verschiebung der kardialen autonomen Balance hin zu Sympathikus-Vorherrschaft und erhöhtem oxidativem Stress verbunden. Beides geht mit erhöhten ­kardiovaskulären Risiken einher.

Die Autoren hatten Komponenten der Herzfrequenzvariabilität in Bezug auf die Hochfrequenz-Komponente (0,15–0,4 Hz) (Indikator für die Vagusaktivität), die Niedrigfrequenz-Komponente (0,04–0,15 Hz) (Mischung von Vagus- und Sympathikus-Aktivität) und das Verhältnis von Niedrig- zu Hochfrequenz (spiegelt die kardiale sympathovagale Balance wider) analysiert. Im Plasma bestimmten die Wissenschaftler 3 Parameter für oxidativen Stress: 1) Oxidierbarkeit von LDL, 2) antioxidative/antientzündliche Kapazität von HDL und 3) Paraoxonase-1-Aktivität.

Wie den Ergebnissen zu entnehmen ist, waren unter den 42 Teil­nehmern 35 % Frauen, 35 % weiß und das mittlere Alter lag bei 27,6 Jahren. Davon gaben 23 an, regelmäßig zur E-Zigarette zu greifen. Die 19 Kontrollteilnehmer rauchten nach eigenen Angaben weder normale noch E-Zigaretten. Die Autoren um Roya S. Moheimani von der University of California, Los Angeles, beobachteten, dass die Hochfrequenz-Komponente bei E-Zigaretten-Nutzern im Vergleich zu Kontrollteilnehmern, die nicht zur E-Zigarette griffen, signifikant reduziert war (Mittelwert [Standardfehler des Mittelwerts, SEM] 46,5 [3,7] nu vs. 57,8 [3,6] nu; P=0,04). Die Niedrigfrequenz-Komponente (52,7 [4,0] nu vs. 39,9 [3,8] nu; P=0,03) und das Verhältnis von Niedrig- zu Hochfrequenz (1,37 [0,19] vs. 0,85 [0,18]; P=0,05) waren bei Nutzern von E-Zigaretten im Vergleich zu Kon­trollteilnehmern signifikant erhöht, übereinstimmend mit sympathischer Prädominanz.

Die Oxidierbarkeit von LDL – ein Hinweis für die Empfänglichkeit von Apolipoprotein-B-haltigen Lipoproteinen für die Oxidation – war bei E-Zigaretten-Nutzern im Vergleich zu Kontrollpersonen signifikant erhöht (3801,0 [415,7] U vs. 2413,3 [325,0] U; P=0,01), was mit erhöhtem oxidativem Stress übereinstimmt. Die Unterschiede bei der ­antioxidativen/antientzündlichen Kapazität von HDL und bei der Paraoxonase-1-Aktivität seien aber nicht signifikant gewesen, berichten Moheimani und ihre Kollegen.

 

Autoren: Moheimani RS et al.
Korrespondenz: [email protected]
Studie: Increased Cardiac Sympathetic Activity and Oxidative Stress in Habitual Electronic Cigarette Users: Implications for Cardiovascular Risk
Quelle: The Journal of the American Medical Association (JAMA) Cardiol 2017;2(3):278–284.
Web: dx.doi.org/10.1001/jamacardio.2016.5303

 

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