Erhöhtes Blasenkrebsrisiko bei BPH19. Dezember 2018 BPH: nicht nur unangenehm, auch ein Krebsrisiko. Grafik: Kateryna_Kon – Fotolia.com Eine aktuelle Kohortenstudie aus Taiwan unterstützt die Ansicht, dass eine Benigne Prostatahyperplasie (BPH) das Risiko für Blasenkrebs erhöht. Die Autoren um Chu-Wen Fang vom Chi Mei Medical Center in Tainan stellten 17.546 BPH-Patienten aus der taiwanesischen Krankenversicherungsdatenbank ebenso vielen nicht an BPH erkrankte Männern gegenüber, die in Bezug auf Alter und Index-Jahr zu diesen passten. Es zeigte sich, dass die BPH-Patienten ein höheres Blasenkrebsrisiko hatten (attributables Risiko [AR]: 0,81 pro 1000 Personenjahren). Das Risiko war 4,69- beziehungsweise 4,11-fach höher (einfaches bzw. angepasstes Cox-Modell, 95%-KI 4,15–6,99 bzw. 2,70–6,26). Das AR war am höchsten bei den 65- bis 74-jährigen (AR: 1,33). BPH-Patienten mit chronischer Nierenerkrankung hatten ein höheres Blasenkrebsrisiko. Das gilt auch für Patienten, die sich wegen ihrer BPH einer transurethralen Prostataresektion (TURP) unterzogen hatten (AR 1,69; HR 6,17; 95%-KI 3,68–10,3) gegenüber solchen, die solch einen Eingriff nicht erhalten hatten. (AR 0,69; HR 3,73; 95%-KI 2,43–5,74). Die Autoren schränken ein, dass es sich um eine retrospektive Studie handelte, und fordern weitere Untersuchungen. (ms) Publikation: Fang CW, Liao CH, Wu SC et al. Association of benign prostatic hyperplasia and subsequent risk of bladder cancer: an Asianpopulation cohort study. World J Urol. 2018 Jun;36(6):931-938.
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