Ernährung bei CED: Nahrungsinhaltsstoffe mit Einfluss auf die Krankheitsaktivität identifiziert24. April 2026 Bei den meisten der in einer Studie identifizierten Nahrungsinhaltsstoffe, die sich im Kontext einer Chronisch-entzündlichen Darmerkrankung förderlich auswirken, handelte es sich um Fettsäuren. (Abbildung/KI-generiert: lovelyday/stock.adobe.com) Die Ernährung spielt eine wichtige modulierende Rolle bei Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED). Jedoch müssen spezifische relevante Ernährungsfaktoren in diesem Zusammenhang noch identifiziert werden. Eine neue Studie liefert Hinweise. Um das Verständnis entscheidender Faktoren in der Ernährung bei CEDs zu vertiefen, haben niederländische Wissenschaftler nun multivariate Analysen von Nahrungsbestandteilen durchgeführt. Sie überprüften dafür die Ernährungs- und Krankheitsdaten in einer Kohorte von CED-Patienten des Universitätsklinikums Utrecht. Erstautorin Marie Meima, Vertreterin der Netherlands Organization for Applied Scientific Research in Utrecht, und Kollegen berechneten die Aufnahmemengen für 768 Nahrungsbestandteile von 135 Patienten. Mithilfe von Random-Forest-Analysen untersuchten sie dann mögliche Korrelationen zwischen der Aufnahme bestimmter Inhaltsstoffe und der CED-Aktivität, indem Patienten, bei denen es zu Krankheitsschüben kam (n=41), mit denen verglichen wurden, die während der Nachbeobachtungszeit in Remission blieben. Darüber hinaus wurde auch die potenzielle biologische Relevanz der signifikantesten Inhaltsstoffe (n=35) bewertet, indem die Literatur zu CED, Darmgesundheit oder Immunmodulation gesichtet wurde. Vor allem Fettsäuren sind mit einer CED-Remission assoziiert Die Random-Forest-Modelle ergaben Spezifitäten beziehungsweise negative Vorhersagewerte von bis zu 77 Prozent beziehungsweise 79 Prozent. Die Aufnahme der 35 am höchsten bewerteten Nahrungsinhaltsstoffe war in erster Linie positiv mit einer Remission der CED assoziiert (n=29). Die meisten dieser förderlichen Verbindungen waren Fettsäuren (n=24). Weitere Stoffe, die positiv mit einer Remission korrelierten, waren 4-Hydroxyprolin, Ethanol, Vanillin, Heptadecanoylcarnitin und Häm-Eisen. Für elf der 35 Inhaltsstoffe wurden in der Literatur außerdem eindeutige Effekte auf CED oder auf den Darm beschrieben. Von diesen stimmten schließlich sieben mit den aktuellen Studienresultaten überein. Für elf Stoffe konnten in der Literatur immunmodulatorische Wirkungen identifiziert werden, für weitere 13 fehlten leider relevante Angaben zu ihren Wirkungen. Letztlich gibt es mehrere Nahrungsinhaltsstoffe, die eine modulierende Rolle bei CED spielen. Weitere Forschung ist nun erforderlich, um diese Zusammenhänge weiter aufzuklären und ihre biologische Bedeutung zu validieren. (je)
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