Erneuerung der Heisenberg-Förderung für Regensburger Analytiker15. Februar 2019 Photonen-aufkonvertierende Nanopartikel (UCNPs) sind ein ideales Nachweissystem für Immunoassays. Foto: Matthias Mickert Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verlängert für PD Dr. Hans-Heiner Gorris vom Institut für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik der Universität Regensburg die Förderung nach dem renommierten Heisenberg-Programm. Gleichzeitig fördert die DFG das Forschungsprojekt „Photonen-aufkonvertierende Nanopartikel als Hintergrund-freies lumineszentes Nachweissystem für Einzelmolekül-Immunoassays“ von Gorris. Insgesamt läuft die Förderung bis Ende 2021 und hat ein Volumen von etwa 400.000 Euro. Der Enzyme-linked immunosorbent Assay (ELISA) ist eine Standardnachweismethode für diagnostische Marker. Viele diagnostische Marker liegen im Blut aber in so geringen Konzentrationen vor, dass sie mit konventionellen Immunoassays nicht mehr nachweisbar sind. Bereits im ersten Teil der Heisenberg-Förderung konnte die Arbeitsgruppe von Gorris zeigen, dass Photonen-aufkonvertierende Nanopartikel (UCNPs) ein ideales Nachweissystem für Immunoassays darstellen, mit denen sich sogar einzelne Moleküle, zum Beispiel Krebsmarker im Blut, sichtbar machen lassen. Das Auszählen einzelner Moleküle durch sogenannte digitale Immunossays ist ein fundamental neuer Ansatz in der Diagnostik, weil der Nachweis eines einzelnen Moleküls die ultimative Nachweisgrenze darstellt. Durch die Reduzierung der Nachweisgrenze lassen sich viele Krankheiten zu einem früheren Zeitpunkt diagnostizieren, als es mit derzeit gängigen Immunoassays möglich ist. Im zweiten Teil der Förderung soll der Einzelmolekül-Immunoassay weiter verbessert, automatisiert und in die Praxis umgesetzt werden. Die nach dem Physik-Nobelpreisträger Werner Heisenberg benannte Auszeichnung der DFG soll herausragenden Nachwuchsforscherinnen und -forschern den Weg zu einer eigenen Professur ebnen.
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