Es bleibt spannend: Großes Säugetier in der Grube Messel gefunden7. August 2023 Entdeckung des Säugetiers Foto: © Prof. Dr. Torsten Wappler, HLMD An einer neuen Grabungsstätte stieß das Grabungsteam um Prof. Dr. Torsten Wappler am Freitag, den 28. Juli 2023, auf einen gut erhaltenen Säuger. Nordöstlich von Darmstadt befindet sich die Fossilienlagerstätte Grube Messel. Der ehemalige Ölschiefer-Tagebau steht bereits seit 1995 auf der Weltnaturerbe-Liste der UNESCO und wird als eines der bedeutendsten Naturdenkmäler der Welt angesehen. Auf einer Fläche von ca. 40 ha sind hier bituminöse Tonsteine („Ölschiefer”) erschlossen, die im sogenannten Mittel-Eozän vor ca. 48 Millionen Jahren am Grunde eines Maarsees abgelagert wurden. Die dort konservierten Fossilien fungieren als einzigartiges Archiv der Erdgeschichte. Neben der überaus vielfältigen und hervorragend erhaltenen Flora und Fauna ist die Grube Messel vor allem für herausragende Säugetierfunde bekannt.Das Hessische Landesmuseum Darmstadt besitzt nicht nur eine der ältesten und weltweit bedeutendsten Messel-Sammlungen, sondern nimmt seit 1966 auch selbst regelmäßig Ausgrabungen vor. Dass bei diesen Grabungskampagnen auch heute noch bedeutenden Funde zu Tage kommen können, haben unter anderem die Ausgrabungen 2015 und 2016 bewiesen, bei denen jeweils ein Urpferd geborgen werden konnte.Auch das Grabungsjahr 2023 startet vielversprechend: An neuer Grabungsstätte kann das Team um Prof. Dr. Torsten Wappler gleich in der ersten Woche einen großen Fund verzeichnen. Am Freitag, den 28. Juli 2023, sind die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf einen gut erhaltenen Säuger gestoßen. „Das war wieder einer dieser Tage, die man als TeilnehmerIn einer solchen Grabung nicht vergessen wird!”, so Prof. Dr. Torsten Wappler, Kurator für die Grube Messel am Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Bis Ende der Woche soll der Fund vollständig geborgen werden. Mit einer genauen Bestimmung und Einordnung des Fundes ist im Spätherbst zu rechnen, nachdem die Präparation abgeschlossen wurde.Bis es so weit ist, können die bereits präparierten Funde in der Dauerausstellung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt besucht werden.
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