ESCCAP feiert 20-jähriges Jubiläum

Bild: © ESCCAP

Das European Scientific Counsel Companion Animal Parasites (ESCCAP) feiert 20 Jahre innereuropäische Zusammenarbeit zum Schutz vor parasitären Erkrankungen.

Im Jahr 2006 wurde ESCCAP von acht europäischen Veterinärparasitologen und -parasitologinnen in Großbritannien gegründet. In den folgenden Jahren ist die unabhängige Organisation stetig gewachsen. Inzwischen engagieren sich 19 europäische Länder für ein gemeinsames Ziel. Hunde und Katzen, kleinere Heimtiere wie Hamster oder Kaninchen sowie Pferde vor Parasiten und Folgeerkrankungen zu schützen, Menschen vor Zoonosen zu bewahren und die Ausbreitung von Parasiten einzudämmen.

ESCCAP macht wissenschaftlich fundierte Informationen leicht zugänglich

Dafür stellt ESCCAP Tierärztinnen und Tierärzten und ihren tiermedizinischen Fachangestellten wissenschaftlich fundiertes Servicematerial zur Verfügung. Dieses umfasst Empfehlungen zur Diagnose, Therapie und Prävention von Parasitenbefall. Und zusätzlich beinhaltet es auch Factsheets, Videos und Karten zum Vorkommen von Parasiten und durch Parasiten übertragenen Krankheitserregern.

Veränderte Klimabedingungen begünstigen die Verbreitung von Parasiten, aber auch Tierimporte oder mit Tieren reisende Tierhaltende spielen dabei eine wichtige Rolle. Daher hält ESCCAP auch für diese Personengruppe fundierte und leicht verständliche Informationen bereit, zum Beispiel über die Bedeutung regelmäßiger Entwurmungen bei Hund, Katze und Pferd. Außerdem auch welche Maßnahmen zum Schutz vor Ektoparasiten wie Zecken oder Flöhen beitragen. Über Reisetests zu verschiedenen europäischen Ländern können sich Hundehalter zudem gezielt darüber informieren, welche Erkrankungen im jeweiligen Reiseland auftreten und wie sie ihren Hund sinnvoll davor schützen.

Aufklärungsarbeit zahlt sich aus: Befall mit zoonotischen Magen-Darm-Würmern in Deutschland gesunken

Um den Einfluss der ESCCAP-Empfehlung zur „Kontrolle von Wurminfektionen bei Hunden und Katzen“ etwa zehn Jahre nach ihrer Veröffentlichung im Jahr 2007 zu bewerten, wurden Kotprobenergebnisse von über 250.000 Hunden und Katzen aus den Jahren 2004–2006 und 2015–2017 verglichen. Das Ergebnis: Im Zeitraum 2015–2017 schieden signifikant weniger Hunde und Katzen Eier zoonotischer Spulwürmer (Toxocara‑Arten) sowie von TaeniidaeBandwürmern aus, zu denen auch der für den Menschen hochgefährliche Fuchsbandwurm gehört. Auch verschiedene andere Magen-Darm-Parasiten waren im Vergleich zu den Jahren 2004–2006 zurückgegangen.1

ESCCAP: Auf weitere erfolgreiche Jahre!

Es gibt erfolgreiche Fortschritte beim Schutz vor parasitären Erkrankungen. Dennoch ist das Risiko für eine Infektion hoch. Andere Parasiten breiten sich zunehmend aus, und die Gefahr einer Erregerübertragung auf den Menschen bleibt bestehen. ESCCAP wird daher auch künftig veterinärmedizinische Fachkreise und Tierhaltende mit evidenzbasierten Informationen und Empfehlungen zur Parasitenbekämpfung unterstützen.

Viele weitere Informationen und hilfreiche Tipps rund um das Thema Parasiten finden Tierhaltende sowie Tierärztinnen und Tierärzte online auf www.esccap.de und www.hund-katze-wuermer.de.

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