ETUF: FLI erweitert seine Kapazitäten um neue Organisationseinheit13. März 2025 Zum Team der neuen Einheit ETUF gehören Dr. Annekatrin Richter und Dr. Mario Baumgart.Bildmontag.©FLI Die neue Organisationseinheit Experimental and Transgenesis Unit (ETU) mit der Untereinheit Fisch (ETUF) wird ab sofort nicht nur internen, sondern auch externen Wissenschaftlern weltweit zur Verfügung stehen, um Forschung mit dem Killifisch zu betreiben und voranzutreiben. Das Leibniz-Institut für Alternsforschung (FLI) in Jena verstärkt seine Expertise in der Forschung mit dem Killifisch (Nothobranchius furzeri bzw. Türkiser Prachtgrundkärpfling) und erweitert seine Kapazitäten um die neue Organisationseinheit ETUF. Die ETUF wird von Prof. Christoph Englert geleitet und bietet Wissenschaftlern die Möglichkeit, mit genetischen Modifikationen sowie pharmakologischen und verhaltensbiologischen Tests Fragestellungen von der molekularen bis zur interorganismischen Ebene zu adressieren. Zum Team gehören Dr. Annekatrin Richter und Dr. Mario Baumgart, die diese Aufgabenbereiche künftig abdecken werden. Beide sind ausgewiesene Killifisch-Experten und freuen sich auf die neue Herausforderung am Institut. Killifisch: Modellorganismus in der Alternsforschung Das FLI ist nach eigenen Angaben ein weltweit renommiertes Zentrum für Killifisch-Forschung, mit umfassender wissenschaftlicher und technischer Expertise in der Biologie des Killifisches. Nothobranchius furzeri gilt als ein wegweisender Modellorganismus in der Alternsforschung, da er mehrere Aspekte des menschlichen Alterns, einschließlich Immun- und Gehirnalterung sowie reproduktivem Altern in Wirbeltieren nachbildet. Zudem ermöglicht er es, Interventionen zu entwickeln, die den Alterungsprozess positiv beeinflussen können. Mit der ETUF zielt das FLI darauf ab, den Einsatz des Killifischs in einer breiteren wissenschaftlichen Gemeinschaft sowohl innerhalb als auch außerhalb des FLI zu fördern und so Entdeckungen in der Biologie des Alterns voranzutreiben. Vor mehr als 15 Jahren wurde Nothobranchius furzeri am FLI als Modellorganismus für die Alternsforschung etabliert. Seitdem habe sich das Institut zu einem weltweit führenden Zentrum für Killifisch-Forschung entwickelt – mit zahlreichen Publikationen und Forschungsprojekten. Diese reichen von der Genetik des Alterns in natürlichen und Laborpopulationen bis hin zu den Auswirkungen des Alterns auf Regeneration und Organfunktion. Genetisch modifizierte Killifische wie die transparente Linie „klara“ ermöglichen es zudem, die inneren Organe und Lebensprozesse in Echtzeit zu beobachten und zu untersuchen. Die neue Einheit werde nicht nur von der wissenschaftlichen Expertise des FLI profitieren, sondern auch von der hochmodernen Fischtierhaltung mit umfangreicher Erfahrung in der Zucht und Haltung von Killifischen und mit erfahrenen und engagierten Tierpflegern.
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