Exazerbationen bei Mukoviszidose: Zusammenhang mit struktureller und funktioneller MRT der Lunge nachgewiesen

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Eine Arbeitsgruppe aus den USA hat sich kürzlich mit pulmonalen Exazerbationen (PEx) bei Patienten mit Mukoviszidose beschäftigt. Dabei stand der Aussagewert struktureller Veränderung bei der Bildgebung mit Magnetresonanztomographie (MRT) im Hinblick auf bevorstehende PEx im Vordergrund.

Konkret stellten sich das Team um Alexander M. Matheson vom Center for Pulmonary Imaging Research am Cincinnati Children’s Hospital Medical Center die Frage, ob Patienten mit schlechteren strukturellen MRT-Scores der Lunge und Ventilationsdefekten im Xenon-MRT ein höheres Risiko für PEx besitzen. Analysiert wurden für die Studie retrospektive klinische Daten sowie Informationen aus Bildgebung und Spirometrie (einschließlich MRT mit ultrakurzer Echozeit [UTE-MRT] und Xe-129-Ventilations-MRT) von 106 Mukoviszidosepatienten (Alter 6–45 Jahre).

Die Auswertung ergab, dass strukturelle und funktionelle MRT-Messwerte mit künftigen Exazerbationen assoziiert sind. Die Forschenden vermuten, dass dies deshalb der Fall ist, weil diese Messwerte direkt die zugrundeliegenden strukturellen und funktionellen Aspekte der Erkrankung erfassen.

Die Wissenschaftler hatte in ihrer Untersuchung PEx definiert als dokumentierte stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus aufgrund einer PEx oder als stationäre Behandlung einschließlich der intravenösen Gabe von Antibiotika. Man bewertete die UTE-MRT-Aufnahmen mithilfe eines modifizierten Brody-Systems visuell. Die Xenon-MRT-Ventilationsdefekte bestimmte das Forschungsteam anhand des prozentualen Anteils der Ventilationsdefekte (VDP). Informationen zu PEx wurden aus elektronischen Patientenakten zusammengetragen. Die statistische Auswertung umfasste Gruppenvergleiche hinsichtlich des Auftretens und der Häufigkeit von PEx, Korrelationen zwischen PEx und bildgebenden Parametern, Analysen zur Zeit bis zum Ereignis (Time-to-Event-Analyse) sowie multivariate Modelle.

Höherer prozentualer Anteil an Ventilationsdefekten bei PEx

Was die Wissenschaftler feststellten, war Folgendes: Patienten, bei denen innerhalb von zwei Jahren nach der MRT eine PEx auftrat, zeigten ein höheres Ausmaß an VDP, ebenso wie Patienten mit häufigen Exazerbationen. Bei Personen mit auffälligem VDP (>3%) fiel eine fast dreimal (2,80; 95%-Konfidenzintervall 1,6–4,56) höhere Inzidenzrate für PEx auf.

Eine erhöhte Exazerbationsrate zeigte sich auch bei Patienten mit den schwerwiegendsten UTE-MRT-Scores (4. Quartil) für Konsolidierungen, Wandverdickungen und Bronchiektasen. Multivariate Vorhersagemodelle für PEx, die bildgebende Daten umfassten, erwiesen sich als leistungsfähiger als Modelle, die lediglich klinische Informationen berücksichtigten.

Die Studienautoren berichten zudem, dass sich in einem Modell, das für vorangegangene Exazerbationen adjustierte, der VDP als signifikanter Prädiktor erwies – im Gegensatz zur Spirometrie. (ac)